Politik

Zugpferd für neue Partei? Merz winkt ab

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Merz hat Henkel schon einen Brief geschrieben.

(Foto: dpa)

Seit Monaten steht der Name Merz im Raum, wenn es um mögliche Parteigründungen rechts der Mitte geht. Dem einstigen CDU-Hoffnungsträger reicht es nun und er macht ein für alle Mal klar: Eine neue Partei will er nicht gründen.

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat Spekulationen über ein politisches Comeback in den Reihen einer neuen bürgerlichen Partei eine Absage erteilt. Der frühere BDI-Chef Die "tour de force" gegen den Euro hatte ihn wiederholt als mögliches Zugpferd einer neuen Partei rechts der Mitte öffentlich ins Spiel gebracht. Der "Bild"-Zeitung sagte Merz: "Ich habe Herrn Henkel einen Brief geschrieben mit der Aufforderung, davon Abstand zu nehmen, meinen Namen im Zusammenhang mit einer Parteigründung weiterhin zu nennen."

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Henkel bringt sich immer wieder gerne ins Gespräch.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auch der FDP-Euro-Kritiker "Ich bin kein Phantast" will nichts von einer solchen Parteigründung mit Henkel wissen. "Es gibt keine gemeinsamen Pläne mit Herrn Henkel", sagte Schäffler zu "Bild". "Er will eine neue Partei gründen, ich nicht."

Der Chef der Freien Wähler im Bund und in Bayern, Hubert Aiwanger, hofft indes immer noch, seine Gruppierung bei der Bundestagswahl zum Anlaufpunkt für enttäuschte Wähler der Union und der FDP zu machen. "Diese Alternative wollen wir gerne sein", sagte Aiwanger der "Süddeutschen Zeitung". Viele wirtschaftsnahe Wähler sähen Union und FDP "in der Sackgasse".

Als Beispiel hierfür nannte Aiwanger den EX-BDI-Chef Henkel . Mit ihm tritt Aiwanger am 19. Dezember in Berlin auf. Eine Kandidatur Henkels bei den Freien Wählern sei zwar nicht sicher, Henkel habe aber "offensichtlich" Interesse.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

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