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Planungen beginnen 2016 Neuer Kampfjet soll Tornados ersetzen

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Eigentlich sollen die Tornados Mitte der 20er Jahre ihren Dienst einstellen. Doch ein neues Strategie-Papier erwägt einen längeren Einsatz.

(Foto: dpa)

Wann die deutschen Tornados, die aktuell Einsätze über Syrien fliegen, ausgemustert werden, ist noch unklar. Spätestens Mitte der 30er Jahre aber wird es wohl so weit sein. Dann sollen neue Kampfjets bereitstehen. Vielleicht kommen sie ohne Piloten klar.

Das Bundesverteidigungsministerium plant die Entwicklung eines neuen Kampfflugzeuges. Langfristig soll es die Tornado-Jets ersetzen und möglicherweise unbemannt fliegen. 2016 seien erste Gespräche mit den europäischen Partnern zu den Anforderungen an das Gerät beabsichtigt. So steht es in einem Ministeriums-Entwurf für eine "Militärische Luftfahrtstrategie". Eine europäische Kooperation sei sinnvoll, da ein nationaler Alleingang für Waffensysteme dieser Komplexität nicht mehr möglich erscheine, heißt es darin.

Unklar ist dem Dokument zufolge, ob das neue Kampfflugzeug bemannt oder unbemannt sein soll. Möglich sei auch, dass das Fluggerät, das bei der Bundeswehr unter der Bezeichnung "Next Generation Weapon System" läuft, auf beide Optionen ausgelegt wird und damit je nach Einsatzart mit oder ohne Pilot fliegt. "Eine Festlegung hierzu ist im Rahmen weiterer Analysen und im Kontext einer europäischen Lösung zu treffen", so das Schreiben.

Fliegen die Tornados noch länger?

Zugleich prüft die Bundeswehr eine längere Nutzung ihrer Tornado-Kampfjets. Nach bisheriger Planung sollen diese Mitte der 2020er Jahre ausgemustert werden. Es werde untersucht, ob die Nutzung bis in die Mitte der 2030er Jahre ausgedehnt werden könne, heißt es in dem Strategie-Papier.

Das neue europäische Kampfflugzeug soll einsatzfähig sein, wenn die Tornados außer Dienst gehen. Die Tornados sind bisher auch dafür vorgesehen, im Falle eines Krieges mit amerikanischen Atomwaffen ausgerüstet zu werden. Das Verteidigungsministerium verwies darauf, dass es sich bei der Strategie um eine sehr komplexe Betrachtung der Entwicklung der deutschen Luftstreitkräfte handle. "Das Dokument ist aber noch nicht mit den anderen Ministerien abgestimmt, daher können wir dazu noch keine Äußerungen treffen", so ein Sprecher.

Quelle: n-tv.de, Sabine Siebold, rts

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