Politik

Nach der Führungskrise Pegida sagt Demo am Montag ab

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(Foto: dpa)

Pegida hat seine Demonstration für den kommenden Montag in Dresden abgesagt. Das hat die Stadtverwaltung bekanntgegeben. Offenbar ist die Führungskrise der Bewegung der entscheidende Grund dafür. Nach dem Rücktritt des Gründers Lutz Bachmann hat sich nun auch Kathrin Oertel aus der Spitze zurückgezogen - ihr folgten mehrere andere Personen aus dem Führungszirkel.

Auch die bislang letzte Demo hatte nicht am Montag stattgefunden. Die Organisatoren hatten sie auf den Sonntag vorgezogen, weil am eigentlich vorgesehen Termin ein großes Gratis-Konzert in der Elbstadt stattfand. Musiker wie Wolfgang Niedecken und Herbert Grönemeyer traten auf und sprachen sich gegen Pegida aus. Zur vorverlegten Demo kamen noch einmal 17.000 Leute - deutlich weniger als in den Wochen davor.

Vizekanzler Sigmar Gabriel sieht die Anti-Islam-Bewegung nun auf dem absteigenden Ast. "Ich glaube, dass wahrscheinlich der öffentliche Zenit dieser Demonstrationen überschritten ist", sagte der SPD-Vorsitzende im ZDF. Die Bewegung und ihre Organisatoren zerlegten sich selbst, was vermutlich "ein Segen für Dresden" sei.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa/rts

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