Politik

Nach Mallorca gebracht Personenfähre rettet Migranten

imago86228156h.jpg

Der Hafen von Alcúdia auf Mallorca.

(Foto: imago/Waldmüller)

Eine Fähre mit 2000 Passagieren an Bord ist im Mittelmeer unterwegs, als die Crew ein umhertreibendes Motorboot entdeckt. Mehrere Flüchtlinge befinden sich in Seenot. Für die Besatzung gibt es nur eine richtige Entscheidung.

Eine französische Personenfähre hat 18 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet und auf die spanische Ferieninsel Mallorca gebracht. Die mehrheitlich afrikanischen Migranten seien an diesem Montag im mallorquinischen Hafen von Alcúdia an Land gegangen, erklärte die Fährgesellschaft Corsica Linea.

Die Fähre mit rund 2000 Passagieren an Bord war demnach auf dem Weg von der algerischen Hauptstadt Algier in das südfranzösische Marseille, als sie auf die Menschen in Seenot stieß. Sie trieben seit Tagen auf dem Meer mit einem kleinen Motorboot herum, dem offenbar der Sprit ausgegangen war. Unter den Flüchtlingen seien auch Minderjährige gewesen, hieß es.

Eine Sprecherin der Corsica Linea erklärte, die Besatzung sei dem "Grundsatz der Solidarität zwischen Menschen auf dem Meer" gefolgt und habe die Flüchtlinge aufgenommen. Sie seien dann gemäß den internationalen Seefahrtsregeln in den nächstgelegenen Hafen Alcúdia gebracht worden. "Ihr Gesundheitszustand ist relativ gut", betonte die Sprecherin der Gesellschaft.

Es ist ungewöhnlich, dass Passagierschiffe Flüchtlinge im Mittelmeer aufnehmen. In der Regel tun dies Frachter oder aber Schiffe von Hilfsorganisationen. Für die Gesellschaft Corsica Linea war es nach eigenen Angaben der erste solche Einsatz.

 

Quelle: ntv.de, hul/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen