Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Die SPD zieht wieder mit den Grünen gleich

Die Wahl in Niedersachsen und das Machtwort des Kanzlers im AKW-Streit bringen der SPD etwas Erholung im RTL/ntv-Trendbarometer. Die Partei liegt wieder gleichauf mit den Grünen, aber weiter deutlich hinter der Union.

Die SPD erlebt derzeit ein kleines Hoch im Trendbarometer von RTL und ntv. Die Regierungspartei legt einen Punkt auf 20 Prozent zu und landet damit wieder gleichauf mit den Grünen, die unverändert bleiben. Die Sozialdemokraten können sich damit aus einem Tal befreien: Anfang Oktober hatte die Partei noch bei 18 Prozent gelegen. Weiterhin deutlich vor den anderen Parteien liegen allerdings CDU und CSU, auch wenn die Schwesterparteien einen Punkt auf 27 Prozent abgeben müssen.

Die AfD mit 14, die FDP mit 6 und die Linke mit 4 Prozent blieben im Vorwochenvergleich unverändert. Für die sonstigen Parteien würden sich laut den Zahlen des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiterhin 9 Prozent entscheiden. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 23 Prozent dem Anteil der Nichtwähler bei der letzten Bundestagswahl (23,4 Prozent).

Wenige Veränderungen gibt es auch bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz. Wenn sie den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich demnach 23 Prozent für den amtierenden Kanzler Olaf Scholz von der SPD entscheiden - er verliert einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche. CDU-Chef Friedrich Merz und Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen liegen gleichauf bei 19 Prozent - wobei Habeck einen Punkt zulegt.

Würde statt Habeck Annalena Baerbock für die Grünen ins Rennen gehen, käme sie auf 20 Prozent, das ist ein Plus von einem Punkt. Merz würde unverändert ebenfalls bei 20 Prozent liegen. Die Zustimmung für Scholz bliebe ebenfalls unverändert bei 25 Prozent.

Wenig Zutrauen, wenig Zuversicht

Doch nicht nur die Kanzler-Kandidaten bekommen derzeit schlechte Noten. Auch bei der Frage nach der politischen Kompetenz sind die Werte niedrig. Jeweils 13 Prozent aller Wahlberechtigten trauen aktuell am ehesten den Grünen und der SPD, 11 Prozent den Unionsparteien politische Kompetenz zu. Bei der FDP sind es nur 3 Prozent, bei den sonstigen Parteien 5 Prozent. Dagegen trauen 55 Prozent derzeit keiner Partei zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden.

Auch die Wirtschaftserwartungen verbessern sich kaum. 10 Prozent aller Bundesbürger rechnen damit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern werden - das ist ein Punkt mehr als vor einer Woche. Weiterhin 74 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der eigenen Lage. 13 Prozent glauben, dass es dabei keine Veränderung geben wird, hier ist der Wert um einen Punkt gefallen.

Gedrückt wird die Stimmung vor allem durch zwei Themen: 78 Prozent halten Energie und Energiekrise derzeit für besonders wichtig. Beim Krieg in der Ukraine sind es 65 Prozent. 16 Prozent halten die Corona-Pandemie noch für wichtig, 10 Prozent sehen die Arbeit der Bundesregierung als Thema an, 7 Prozent den Themenkomplex Klima und Umwelt.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 25. bis 31. Oktober 2022 erhoben. Datenbasis: 2503 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier
Forsa -Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland

(Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 02. November 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, mli

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