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CDU-Außenpolitiker ist sicher Röttgen: Merkel tritt für vierte Amtszeit an

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(Foto: dpa)

Wird Angela Merkel 2017 erneut als Spitzenkandidatin für CDU und CSU antreten? CDU-Außenpolitiker Röttgen ist davon überzeugt. Merkel sei entschlossen, sich dem global erstarkten Populismus entgegenzustellen. Offiziell schweigen Merkel und die CDU weiter.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich Norbert Röttgen zufolge bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen. Das sagte der CDU-Außenexperte CNN.

"Sie wird als Kanzlerkandidatin antreten", sagte Röttgen dem US-Sender auf die Frage, ob Merkel bereit sei, angesichts des Wahlsiegs des Populisten Donald Trump in den USA die "internationale Liberale Ordnung" zu verteidigen. "Sie ist absolut entschlossen und willens, die internationale liberale Ordnung zu stärken", sagte Röttgen weiter. Merkel sei "ein Eckpfeiler des politischen Konzepts des Westens". Röttgen erklärte aber, dass sich die Welt nicht allein auf Europa und Merkel als Bastion gegen den Populismus verlassen könne.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte dazu am Abend: "Die Bundeskanzlerin wird sich zu der Frage, wie schon mehrfach gesagt, zum geeigneten Zeitpunkt äußern." Aus Kreisen der CDU-Spitze hieß es, es sei "nahezu ausgeschlossen", dass Röttgen wisse, was Merkel vorhabe.

Vermutet wird, der möglicherweise geeignete Zeitpunkt für die Bekanntgabe der Kandidatur könnte die CDU-Vorstandsklausur am kommenden Sonntag sein - oder aber der CDU-Parteitag im Dezember in Essen, wo sich Merkel vor mehr als 1000 Delegierten erklären könnte.

59 Prozent wollen Merkel-Kandidatur

Aus der CDU-Führung haben sich bereits zahlreiche Landespolitiker für eine vierte Amtszeit Merkels ausgesprochen, unter ihnen die Ministerpräsidenten Hessens und des Saarlands, Volker Bouffier und Annegret Kramp-Karrenbauer, sowie der nordrhein-westfälische CDU-Landeschef Armin Laschet. Die als Merkel-Vertraute geltende CDU-Vize Julia Klöckner hatte bereits Ende August erklärt: "Angela Merkel wird wieder antreten als Parteivorsitzende am Bundesparteitag, und sie wird dann selbst entscheiden, wann sie verkünden wird, dass sie als Kanzlerkandidatin zur Verfügung steht." 

Trotz des Streits über die Flüchtlingspolitik hatte die CDU-Chefin zuletzt auch aus der CSU immer mehr Unterstützung erhalten. So hatte vor gut drei Wochen der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber dem "Spiegel" gesagt, es könne keinen Zweifel geben: "Angela Merkel ist unsere Kandidatin." Auch CSU-Chef Horst Seehofer sei inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass seine Partei am Ende Merkel unterstützen müsse, schrieb das Nachrichtenmagazin. 

Ähnlich hatte sich die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, geäußert. Wenn Merkel für eine Kandidatur bereit sei, habe sie ihre volle Unterstützung, sagte sie vor gut drei Wochen der "Mitteldeutschen Zeitung".

Laut einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Forsa-Umfrage würden es 59 Prozent der Bundesbürger begrüßen, wenn Merkel bei der Bundestagswahl 2017 wieder als gemeinsame Kanzlerkandidatin von CDU und CSU antreten würde.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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