Politik

"Er brennt" SPD-Abgeordnete rufen nach Gabriel

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Wird Sigmar Gabriel wieder wichtiger für die SPD?

(Foto: picture alliance/dpa)

Vom Auslaufmodell zu einer Art Lichtgestalt in der Krise? In der SPD erinnert man sich wieder an den langjährigen Vorsitzenden Sigmar Gabriel. Mit ihm an der Parteispitze kamen die Sozialdemokraten noch auf Ergebnisse von mehr als 20 Prozent.

Mehrere SPD-Politiker haben sich dafür ausgesprochen, den früheren Parteichef Sigmar Gabriel wieder enger einzubinden. "Sigmar Gabriel muss selbstverständlich wieder zurück in die erste Reihe", sagte der Bundestagsabgeordnete Florian Post der "Passauer Neuen Presse":  "Man muss ihn nicht nur bitten, sondern auch überzeugen, wieder ganz vorn in der Fraktion oder der Bundesregierung mitzuarbeiten."

Parteichefin Andrea Nahles müsse Gabriel "ein attraktives und ehrliches Angebot machen". Post weiter: "Er wäre bereit, wieder eine führende Rolle in der Partei und der Regierung zu übernehmen." Die Stimmung in der Partei sei "verheerend". Allerspätestens nach der Europawahl im Mai sei es an der Zeit für "eine offene Diskussion in der SPD, wie wir wieder aus der Krise kommen".

Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz hatten den damaligen Außenminister im März aus der Bundesregierung abgezogen und ihn durch Heiko Maas ersetzt. Gabriel sitzt aber weiter im Bundestag.

Der SPD-Haushaltsexperte Johannes Kahrs sagte der Zeitung, Politik sei immer Mannschaftssport. Nahles und Scholz müssten ein großes Interesse daran haben, Gabriel wieder ins Team zu holen. "Wir müssen alle guten Spieler in der Mannschaft haben", so Kahrs. Der SPD-Abgeordnete Karl-Heinz Brunner sagte der Zeitung, Gabriel "brenne" und müsse in die Partei eingebunden werden. "Sigmar Gabriel sollte in den Wahlkämpfen eine wichtige Rolle spielen."

Neben der Europawahl stehen 2019 Landtagswahlen in Bremen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen an. Die Spitzen der Ost-SPD beraten bei einer Klausurtagung darüber, wie die Partei ihr Tief im Osten überwinden kann. In Umfragen liegt die SPD in den drei Ländern zum Teil deutlich unter ihren Ergebnissen der vorherigen Wahlen. In allen drei Ländern sind die Sozialdemokraten in den Landesregierungen - in Brandenburg als Senior-, in Sachsen und Thüringen als Juniorpartner.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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