Politik

Sicherheit für Fahrradfahrer SPD will 1,1-Promillegrenze für Radler

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Betrunken Radfahren ist nicht ohne Risiko.

(Foto: dpa)

Für Fahrradfahrer soll nach der Vorstellung von SPD-Verkehrspolitikern künftig eine Grenze von 1,1 Promille Blutalkohol gelten. Dafür sollen rote Ampeln nicht mehr so ganz ernst genommen werden.

Die SPD will alkoholisierte Fahrradfahrer schärfer ins Visier nehmen. Künftig sollte es eine Ordnungswidrigkeit sein, wenn Radler mit 1,1 Promille Blutalkohol unterwegs sind. Das geht aus einem Positionspapier der SPD-Verkehrspolitiker im Bundestag hervor. Fraktionsvize Sören Bartol sagte: "Eine neue Promillegrenze kann ein Signal sein, dass Fahrradfahren mit Alkohol kein Kavaliersdelikt ist." Generell sollte ohnehin gelten: "Wer trinkt, sollte nicht aufs Fahrrad steigen."

In dem Papier wird darauf verwiesen, dass die derzeit in der Rechtsprechung angenommene Schwelle von 1,6 Promille als Beweisgrenzwert der absoluten Fahrunsicherheit "deutlich zu hoch" sei. Über das Thema hatten zuerst die "Ruhr Nachrichten" berichtet.

Die SPD-Verkehrspolitiker sprechen sich außerdem dafür aus, Radlern an ausgewählten ungefährlichen Kreuzungen auch bei roter Ampel mit einem Zusatzschild das Rechtsabbiegen zu erlauben. Erfahrungen in den USA oder den Niederlanden zeigten, dass dies die Regelakzeptanz an den übrigen Kreuzungen erhöhe und somit zu einer Verbesserung der Sicherheit beitrage.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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