Politik

Friedensgespräche in der Schweiz Saudis kündigen Waffenruhe im Jemen an

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(Foto: picture alliance / dpa)

In der Schweiz kommen Huthi-Rebellen und Vertreter der von Saudi-Arabien geführten Allianz zu Friedensgesprächen zusammen. Den Anlass nutzt die Allianz, um eine Waffenruhe auszurufen - unter Vorbehalt.

Im Jemen soll nach neun Monaten Krieg in Kürze eine Waffenruhe in Kraft treten. Die von Saudi-Arabien geführte Militärallianz rief für Dienstagmorgen (Ortszeit) eine Feuerpause aus, die zunächst sieben Tage gelten solle.

Mit dem einseitigen Schritt wollen die jemenitische Regierung und ihre regionalen Verbündeten die am Dienstag in der Schweiz startenden Friedensgespräche unterstützen. Die Regierung hoffe, "dass sich die Milizen diesmal an die Feuerpause halten", sagte der Regierungsvertreter Muin Abdulmalek. Die Huthi-Rebellen äußerten sich jedoch nicht.

Waffenruhe wird "automatisch verlängert"

In der Erklärung der Koalition hieß es, sie behalte sich das Recht vor, "auf jede Verletzung durch die Rebellen zu reagieren". Zugleich wurde Jemens Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi mit den Worten zitiert, die Waffenruhe werde "automatisch verlängert", sollte sich auch die andere Konfliktpartei daran halten.

Eine Regierungsdelegation will am Dienstag in der Schweiz unter Vermittlung der UNO Friedensgespräche mit den Huthi-Rebellen beginnen. Die Huthi-Rebellen kämpfen im Jemen gegen die regierungstreuen Kräfte. Diese werden von der arabischen Koalition unter Führung Riads unterstützt. Seit März wurden in dem Konflikt nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 5800 Menschen getötet, etwa die Hälfte von ihnen waren Zivilisten. Mehr als 27.000 weitere Menschen sollen verletzt worden sein.

Bei den Friedensgesprächen in der Schweiz soll nach UN-Angaben über mehrere Themenfelder verhandelt werden, darunter ein dauerhafter Waffenstillstand und ein Rückzug bewaffneter Gruppen.

Quelle: ntv.de, bdk/rts/AFP