Politik
Anthony Scaramucci.
Anthony Scaramucci.(Foto: AP)
Sonntag, 13. August 2017

Trumps Kommunikationschef im TV: Scaramucci äußert sich zu seinem Rauswurf

Zehn Tage bekleidet Anthony Scaramucci die Position des Kommunikationschefs im Weißen Haus. Dann zieht er über einige Mitglieder aus Trumps Team her und wird gefeuert. Nun erzählt Scaramucci im US-Fernsehen seine Sicht der Dinge.

Nur zehn Tage lang war Anthony Scaramucci der Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump. In dieser kurzen Zeit sorgte er für so viele Skandale, dass er schnell wieder gefeuert wurde.

Nun hat sich Scaramucci zum ersten Mal zu seinem Rauswurf geäußert. In einem Interview mit dem Nachrichtensender "ABC News" lässt er seine kurze Zeit im Weißen Haus Revue passieren. Die Fragen in der Show "This Week" stellte ihm kein Geringerer als George Stephanopoulos. Auch er arbeitete einst im Weißen Haus: als Politik-Berater des demokratischen Präsidenten Bill Clinton.

Auf die Frage, ob er es verdient habe, gefeuert zu werden, sagte Scaramucci: "Ob ich Fehler gemacht habe? Absolut! Natürlich hätte ich mir gewünscht, sie hätten mir ein Stück Seife gegeben und gesagt: Wasch' dir am Waschbecken in der Toilette den Mund aus und mach weiter!" Für seinen Ausraster gegenüber einem Journalisten zeigte Scaramucci indes keine Reue. Er habe eben eine "lebhafte" Sprache erklärte er.

Auf seinen ehemaligen Chef angesprochen, zeigte sich Scaramucci unerwartet moderat: Trump habe die Probleme des Landes korrekt identifiziert und verfolge die richtige Agenda. Er sei ein Präsident, der oft das Gegenteil dessen tue, was die Medien von ihm erwarteten. Das sei aber kein Makel. Und: "Auch ein Kommunikationschef, egal wie er heißt, kann den Präsidenten nicht ändern." Scaramucci lässt auch durchblicken, was er von Berater Steve Bannon hält: Trump müsse aufhören, auf dessen "Unsinn" zu hören, und stärker in die politische Mitte rücken.

Zu Trumps Äußerungen bezüglich der Gewaltausbrüche in Charlottesville sagte der Scaramucci: "Ich hätte ihm nicht zu dieser Aussage geraten, ich glaube, er hätte sehr viel kritischer in Bezug auf die weißen Rassisten sein müssen."

Quelle: n-tv.de

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