Politik

Zurück an den Herd? Schwesig rät Frauen, nicht AfD zu wählen

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Manuela Schwesig besuchte in Neubrandenburg ein Migrationszentrum der Arbeiterwohlfahrt.

(Foto: dpa)

Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD in Umfragen bei rund 20 Prozent. Die etablierten Parteien sehen den Erfolg der Rechtspopulisten kritisch. Familienministerin Schwesig greift die AfD im Wahlkampf offen an.

Bundesfamilienministerin und SPD-Vizeparteichefin Manuela Schwesig hat das Frauenbild der AfD scharf kritisiert. In der Familienpolitik mache die Partei "rückwärtsgewandte Vorschläge", sagte Schwesig bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neubrandenburg. "Aus Frauensicht ist die Partei nicht wählbar."

Die AfD fördere Frauen nicht bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern dränge sie zurück in die Rolle der Hausfrau. Aus Schwesigs Sicht verdienen Frauen mehr Anerkennung für ihre Doppelbelastung, im Sinne von: "Toll, wie du das schaffst mit Job und Familie." Diese Form von Respekt müsse die Gesellschaft sich erhalten. Schwesig sagte weiter: "Das Frauenbild der AfD entspricht nicht dem von uns Sozialdemokraten."

Die Familienministerin hält auch die Auseinandersetzung der Medien mit der AfD vielfach für problematisch. "Es kommen Sprüche wie zum Beispiel über Jerome Boateng, und dann ist die Partei tagelang in den Medien."

An diesem Wochenende wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Nach der jüngsten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen kann die SPD mit 28 Prozent rechnen. Bei der letzten Wahl 2011 hatte sie noch 35,6 Prozent erreicht.

Die CDU, die derzeit als Juniorpartner der SPD mitregiert, liegt bei 22 Prozent (2011: 23 Prozent). Mit Spannung wird das Ergebnis der AfD erwartet, die in dieser Umfrage 21 Prozent erreicht. Die Linken kommen auf 13 Prozent (2011: 18,4), die Grünen auf 6 Prozent (8,7).

Quelle: n-tv.de, cro

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