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"Schluss mit den Peinlichkeiten" Senator Booker will Präsident Trump ablösen

Auf dem Weg ins Rennen um die Präsidentschaft: US-Senator Booker steigt für die Demokraten in den Ring.

Auf dem Weg ins Rennen um die Präsidentschaft: US-Senator Booker steigt für die Demokraten in den Ring.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit Senator Cory Booker bewirbt sich ein weiterer Demokrat als Kandidat für die Präsidentenwahl 2020. Der 49-jährige Afroamerikaner gilt als sehr liberal. Den US-Bürgern verspricht Booker, sie sollten sich endlich nicht mehr für ihren Präsidenten schämen müssen.

US-Senator Cory Booker ist der nächste Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl 2020 gegen Donald Trump. Der 49-jährige Afroamerikaner gab in einem Video bekannt, dass er in den parteiinternen Vorwahlen antreten wird, die in einem Jahr beginnen. Damit gibt es bei den Demokraten nun schon neun Bewerber.

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Booker wählte für die Bekanntgabe seiner Kandidatur den Beginn des "Black History Month", mit dem in den USA alljährlich im Februar die Geschichte der Afroamerikaner gefeiert wird. Der Senator aus New Jersey gilt als sehr liberal. Er sitzt seit 2013 im Senat und machte sich unter anderem damit einen Namen, dass er Minister- und Richterkandidaten von Präsident Donald Trump in Anhörungen scharf befragte. Er war damals der erste Afroamerikaner aus New Jersey, der in die Kongresskammer gewählt wurde. Zugleich ist Booker ein moderater Pragmatiker: Im Kongress hat er bei manchen Themen auch mit den Republikanern zusammengearbeitet.

Schon neun Demokraten im Präsidentschaftsrennen

In seinem Video erklärte Booker, er glaube an ein Amerika, in dem niemand zurückgelassen werde. Er verwies dabei auf seine eigene Biografie: Er sei der einzige Senator, der in einer einkommensschwachen Gemeinde zuhause sei. Der 49-Jährige lebt in Newark, wo er vor seiner Wahl in den Senat Bürgermeister war. Er wolle, dass die US-Bürger "Stolz und nicht Scham empfinden", wenn sie ihre politische Führung im Fernsehen sähen, erklärte Booker in Anspielung auf Präsident Donald Trump.

Der Auswahlprozess beginnt Anfang Februar in Iowa. Neben anderen haben bereits die Senatoren Elizabeth Warren, Kamala Harris und Kirsten Gillibrand ihren Hut in den Ring geworfen. Als weitere Kandidaten werden Ex-Vizepräsident Joe Biden sowie der unabhängige Senator Bernie Sanders gehandelt.

Auch der Chef der Kaffeehauskette Starbucks, Howard Schultz, erwägt seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2020. Obwohl er den Demokraten angehört, würde er sich nach eigenen Worten jedoch nicht in den parteiinternen Wettbewerb um die Kandidatur beteiligen, sondern als Unabhängiger antreten. Dies hat ihm bereits massive Kritik eingehandelt, da er dem Kandidaten oder der Kandidatin der Demokraten möglicherweise entscheidende Stimmen abnehmen könnte.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa/AFP/rtr

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