Politik

Wirt in Selbstschussfalle gelockt Spur zu Zwickauer Zelle geprüft

Im Dezember 2003 fährt ein türkischstämmiger Gastwirt in Duisburg in eine Selbstschussfalle. Er überlebt nur schwer verletzt. Nun überprüft die Staatsanwaltschaft, ob auch dieser Mordanschlag auf das Konto der Zwickauer Neonazi-Zelle geht.

Die Duisburger Staatsanwaltschaft überprüft einen vor acht Jahren verübten Mordanschlag auf Spuren zu der . Das sagte Sprecher Detlef Nowotsch und bestätigte insoweit einen Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ). Es handele sich um eine Routineüberprüfung, so wie auch andere ungeklärte Fälle derzeit auf eine Täterschaft der Zwickauer Neonazis untersucht würden. Grund für die Überprüfung sei das damals verwendete Tatwerkzeug.

322g2357.jpg7114270620490403935.jpg

Das Zwickauer Neonazi-Trio könnte noch einige Morde mehr auf dem Gewissen haben.

(Foto: dpa)

Im Dezember 2003 war ein türkischstämmiger Gastwirt in Duisburg in eine Selbstschussfalle gefahren. Er überfuhr einen Draht, der einen in der Nähe aufgebauten Schussapparat auslöste. Der Mann überlebte schwer verletzt. Laut "WAZ" wurde ein ähnlicher Apparat in dem Haus in Zwickau gefunden, das die inzwischen inhaftierte mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe angezündet hatte.

Das Bundeskriminalamt hat laut "Focus" neue Hinweise auf eine Urheberschaft des Terror-Trios für den Ermittler finden Bilddateien 2004 in Köln. Die Dateinamen von Videosequenzen auf dem Computer Zschäpes wiesen auf ihre mutmaßlichen Mittäter hin.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema