Politik

Von der Leyen zweifelt Echtheit an Syrischer Pass könnte Fälschung sein

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Das ist ein echter syrischer Pass - wohl ganz im Gegensatz zu dem gefundenen Exemplar.

(Foto: picture alliance / dpa)

Neben einem der toten Attentäter der Pariser Terrorserie wird ein syrischer Pass gefunden: ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich ein Massenmörder unter den Flüchtlingsstrom gemischt hat? Ganz und gar nicht, sagt die Verteidigungsministerin - und führt schlagkräftige Argumente ins Feld.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hält es für wahrscheinlich, dass der syrische Pass, der bei einem der toten Attentäter in Paris gefunden wurde, gefälscht ist. Es sei "sehr ungewöhnlich, dass sich ein Flüchtling bewusst in drei Ländern registrieren lässt", sagte Leyen in der ARD-Talkshow "Günther Jauch" mit Blick auf das fragliche Dokument. "Es kann durchaus sein, dass da eine falsche Fährte gelegt wurde - bewusst."

In Frankreich wird ebenfalls über eine Fälschung spekuliert. Ein Journalist der französischen Tageszeitung "Le Monde" berichtete ohne Angaben von Quellen, Justizministerin Christiane Taubira habe hinter verschlossenen Türen gesagt, der Pass sei falsch. Leyen sieht viele Gründe für die Annahme, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hinter der verheerenden Attentatsserie in Paris steht. "Die Franzosen gehen davon aus, und einiges spricht dafür." Dafür spreche alleine schon das Muster der Terrorserie, die sich gegen die westliche Lebensart gerichtet habe: Die Attentäter seien "sehr akribisch und genau geplant vorgegangen" ihre Gewalt habe sich auch nicht gegen staatliche Institutionen gerichtet, sondern gegen die offene Gesellschaft als solche.

Die Reaktion darauf müsse klar sein, sagte von der Leyen: "Es ist jetzt in dieser Phase enorm wichtig, dass wir uns nicht einschüchtern lassen." Die Menschen dürften sich nicht abschotten und verstärkt Misstrauen gegenüber Fremden hegen, denn das sei genau das, was die Terroristen erreichen wollten: "Der IS geht gezielt in die Länder rein, die zeigen, dass man friedlich unter den Religionen zusammenleben kann", sagte von der Leyen. "Wir müssen aufstehen und uns aufrecht dagegen wehren."

Quelle: n-tv.de, jve/dpa

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