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Großübung in Süddeutschland Tausend Fallschirmjäger springen ab

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Seltener Anblick am Himmel über Bayern: Am Truppenübungsplatz Hohenfels üben mehr als 1000 Soldaten den gefechtsmäßigen Absprung.

REUTERS

Über dem bayerischen Hohenfels schweben mehr als tausend Spezialsoldaten vom Himmel. Die Übung ist Teil des größten Luftlandemanövers in Europa seit Ende des Kalten Krieges. Die Nato-Mitglieder wollen zeigen, dass sie im Ernstfall schnell handeln können.

Bei der größten Einsatzübung in Europa seit dem Ende des Kalten Kriegs sind im Rahmen eines Manövers im oberpfälzischen Hohenfels mehr als tausend Fallschirmjäger samt Ausrüstung abgesprungen. Unter Führung der US-Armee absolvierten sie die Sprünge auf deren dortigem Truppengelände.

Hohenfels liegt etwa auf halber Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg. Insgesamt nehmen an dem Manöver namens Swift Response (deutsch etwa "Zügige Antwort") vom 17. August bis zum 13. September mehr als 4800 Soldaten aus elf Nato-Staaten teil.

Die Übung findet zeitgleich in Bulgarien, Deutschland, Italien und Rumänien statt. Beteiligt sind daran aber auch Soldaten aus Frankreich, Griechenland, Großbritannien, den Niederlanden, Polen, Portugal, Spanien und den USA. Ziel der Übung ist nach Bundeswehrangaben "die Aufstellung schlagkräftiger, multinationaler Eingreifkräfte, die innerhalb weniger Stunden und Tage verlegbar sind".

Bundeswehr-Soldaten springen mit

Die Bundeswehr ist mit Soldaten aus der sogenannten Division Schnelle Kräfte beteiligt. Erstmals sollen die deutschen Soldaten in dem "trinationalen, luftbeweglichen Gefechtsverband in einem multinationalen Umfeld üben", wie es bei der Bundeswehr heißt. Der neue Gefechtsverband trägt den martialischen Namen "Task Force Cerberus", nach dem gleichnamigen Höllenhund aus der griechischen Sagenwelt. Aus der deutschen Division Schnelle Kräfte nehmen an dem Manöver etwa 650 Soldaten sowie darüber hinaus jeweils 150 niederländische und polnische Soldaten teil.

Wegen der Ukraine-Krise verstärkt die Nato ihre Anstrengungen in Europa derzeit massiv. So wird etwa eine neue schnelle Eingreiftruppe aufgebaut. Im laufenden Jahr finden mehrere Nato-Großmanöver in verschiedenen Teilen Europas statt, an denen sich die Bundeswehr umfassend beteiligt.

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Quelle: n-tv.de, hul/AFP

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