Politik

Secret Service ermittelt Trump-Berater ruft zum Mord an Clinton auf

Al Badasaro (r.) trat auf Trumps Veranstaltungen auf und beriet den Präsidentschaftskandidaten in militärischen Fragen.

Al Baldasaro trat auf Trumps Veranstaltungen auf und beriet den Präsidentschaftskandidaten in militärischen Fragen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Unterstützer und Berater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump droht Hillary Clinton wegen der Bengasi-Affäre öffentlich mit ihrer Erschießung. Trumps Team distanziert sich, doch Clinton-Anhänger machen es mitverantwortlich.

Der US-Geheimdienst hat gegen einen informellen Berater und Anhänger des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump Ermittlungen eingeleitet. Hintergrund ist eine öffentliche Aufforderung zur Ermordung von Hillary Clinton. Secret-Service-Sprecher Robert Hoback sagte, der Geheimdienst sei "auf dem Laufenden" und werde "die angemessene Untersuchung" gegen den Abgeordneten Al Baldasaro aus New Hampshire übernehmen.

Mit Bezug auf einen tödlichen Anschlag, der während Clintons Zeit als Außenministerin im libyschen Bengasi 2012 verübt wurde, hatte Baldasaro im Rundfunk gesagt, die derzeitige Präsidentschaftsbewerberin gehöre "in die Schusslinie" und sollte "wegen Verrats erschossen werden". Baldasaro trat wiederholt bei Trump-Veranstaltungen auf und beriet den Milliardär bei Fragen zur US-Armee.

Die Wahlkampfleitung der Republikaner ging auf Distanz zu Baldasaro. "Wir sind nicht einverstanden", sagte Trumps Sprecherin Hope Hicks. Clintons Kommunikationschefin Jennifer Palmieri sagte dem Sender CNN, Trump selbst habe mit seiner "abscheulichen Rhetorik" dazu beigetragen, dass "diese Art von Hass" aus den "Randbereichen der amerikanischen Politik" in den "Mainstream" hineingelangt sei.

Die Republikaner haben Ende Juni einen Untersuchungsbericht zum Anschlag in Bengasi veröffentlicht. Darin werfen die Verfasser Clinton vor, die extremistische Bedrohung unterschätzt und falsch dargestellt zu haben. Bei dem Anschlag waren vier US-Bürger getötet worden, darunter US-Botschafter Chris Stevens.

Quelle: ntv.de, sro/AFP