Politik

Noch eine Verschwörung Trump: Die Wahl wird gefälscht

79401b8c345ecbe5950e538b2571fa53.jpg

(Foto: dpa)

US-Präsidentschaftskandidat Trump warnt davor, dass bei der Wahl im November betrogen wird. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump Verschwörungstheorien ventiliert. In diesem Fall hat er allerdings Recht.

Drei Monate vor der Präsidentschaftswahl in den USA verbreitet der republikanische Kandidat Donald Trump die Prognose, dass bei der Abstimmung betrogen wird. "Ich fürchte, die Wahl wird manipuliert werden. Ich muss ehrlich sein", sagte Trump bei einer Kundgebung in Columbus im US-Bundesstaat Ohio.

Schon während des Vorwahlprozesses unterstellte Trump mehrfach, die Wahlen seien manipuliert. Allerdings war er selbst am Ende der Sieger. Und bereits 2012, als der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney gegen Amtsinhaber Barack Obama verlor, sprach Trump von Wahlbetrug. Obama habe die Wahl gewonnen, ohne die Mehrheit der abgegebenen Stimmen zu haben, twitterte Trump damals - allerdings ein wenig verfrüht: Obama holte sowohl die entscheidende Mehrheit der Wahlmänner als auch die Mehrheit der Stimmen.

Trump hat eine Neigung zu Verschwörungstheorien. Er war der Pate der "Birther"-Bewegung, die bezweifelt, dass Obama in den USA zur Welt gekommen ist, und zweifelte auch dann noch an den Fakten, als der Präsident seine Geburtsurkunde veröffentlichte.

Im aktuellen Fall hat Trump jedoch Recht: Bei US-Wahlen wird wirklich manipuliert. Der US-Journalist Greg Palast sagt, dass "typischerweise knapp sechs Millionen Stimmen weggeworfen werden". Allerdings sind das meist Stimmen von Angehörigen von Minderheiten. Da Trump unter diesen kaum Anhänger hat, fällt die tatsächlich betriebene Manipulation zu seinen Gunsten aus.

Palast befürchtet sogar, dass der Immobilienmogul so die Wahl gewinnen könnte, ohne die Mehrheit der abgegebenen Stimmen zu erreichen. "Landesweit wird Hillary Clinton auf jeden Fall die meisten Stimmen bekommen", sagte Palast im Interview mit n-tv.de. "Aber um Präsidentin zu werden, braucht sie die Mehrheit im 'electoral college', dem Gremium der Wahlmänner und -frauen." Palast geht davon aus, dass ihr das nicht gelingen wird, weil in Swing States wie Ohio "sehr hart daran gearbeitet" werde, "Wähler von den Wahlurnen fernzuhalten".

Quelle: ntv.de, hvo