Politik

"Make Iran Great Again" Trump will Teheran zu Wohlstand verhelfen

"Sie werden so glücklich sein, und ich werde ihr bester Freund sein." US-Präsident Trump sieht für den Iran eine rosige Zukunft. Unter einer Bedingung: Das Land verzichtet auf Atomwaffen. Bis es soweit ist, stellt der Amerikaner neue Sanktionen in Aussicht.

US-Präsident Donald Trump wäre nach eigenen Angaben der "beste Freund" des Iran, wenn das Land auf den Bau von Atomwaffen verzichten würde. Dann könnte die Islamische Republik ein "wohlhabendes" Land werden, sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus in Washington. Er kündigte zudem weitere Sanktionen gegen den Iran für diesen Montag an, ohne jedoch Details zu nennen.

Der US-Präsident stellte in Aussicht, die Sanktionen wieder aufzuheben - als Bedingung dafür hatte er zuvor genannt, dass sich die Führung in Teheran dauerhaft dazu verpflichten müsse, keine Atombombe zu bauen. Er freue sich auf den Tag, an dem die Sanktionen wieder aufgehoben würden, schrieb Trump auf Twitter - "je früher, desto besser".

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Die USA würden nicht zulassen, dass der Iran Atomwaffen besitzt, sagte der US-Präsident zuvor im Weißen Haus. "Wenn sie dem zustimmen, werden sie ein wohlhabendes Land haben. Sie werden so glücklich sein, und ich werde ihr bester Freund sein. Ich hoffe, dass das passiert", sagte Trump über die Regierung in Teheran.

Der 73-Jährige fügte in Anlehnung an seinen alten Wahlkampf-Slogan "Make America Great Again" ("Macht Amerika wieder großartig") hinzu: "Wir werden es 'Make Iran Great Again' nennen, ergibt das Sinn? 'Make Iran Great Again', das ist in Ordnung für mich." Weiter sagte Trump mit Blick auf die von streng muslimischen Geistlichen kontrollierte iranische Führung, es könne sehr schnell einen Deal geben. Das liege an ihnen. "Aber wenn sie sich dumm benehmen, wird das nie passieren."

"Sie gehen durch die Hölle"

Die USA waren vor einem Jahr aus dem Nuklearabkommen ausgestiegen, das den Iran am Bau von Atomwaffen hindern soll und hatten neue Sanktionen verhängt. Der Iran erklärte seinerseits am Jahrestag des US-Ausstiegs, bestimmte Bestimmungen der Vereinbarung nicht mehr einzuhalten. Das Verhältnis zwischen Washington und Teheran ist seitdem extrem angespannt. Am Donnerstag schossen die iranischen Revolutionsgarden eine US-Aufklärungsdrohne ab. US-Präsident Trump erwog daraufhin einen Vergeltungsangriff, brach ihn jedoch kurzfristig ab.

"Alle haben gesagt, ich sei ein Kriegstreiber, und jetzt sagen sie, ich sei eine Taube", sagte Trump über den Abbruch des Angriffs. "Ich denke, ich bin keins von beidem. Ich bin ein Mann mit gesundem Menschenverstand, und das ist es, was wir in diesem Land brauchen, gesunden Menschenverstand."

Trump flog per Hubschrauber nach Camp David im US-Staat Maryland. Er kündigte an, dort bei einer Reihe von Treffen und Telefonaten über die Iran-Krise zu beraten. Trump sagte, bereits die derzeitigen Wirtschaftssanktionen hätten den Iran hart getroffen, nun würden "viele weitere" folgen. "Iran ist im Augenblick ein wirtschaftliches Chaos, sie gehen durch die Hölle."

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa

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