Politik

Keine Einreise ohne Passwortangabe? US-Behörde erwägt digitale Grenzschnüffelei

Homeland Security Secretary John Kelly listens to a question while testifying on Capitol Hill in Washington, Tuesday, Feb. 7, 2017, before the House Homeland Security Committee. This is Kelly's first public appearance before lawmakers who are sure to press him for details about the Trump administration's contentious rollout of a travel and refugee ban. (AP Photo/Andrew Harnik)

Heimatschutzminister John Kelly

(Foto: AP)

Wer wirklich in die USA wolle, werde schon kooperieren - so sieht das US-Heimatschutzminister Kelly. Er denke darüber nach, von Besuchern die Preisgabe ihrer Passwörter zu verlangen.

Jetzt wird es übergriffig: Visa-Bewerber für die USA und Einreisende könnten möglicherweise künftig nach Passwörtern ihrer Profile in sozialen Netzwerken gefragt werden. Das sagte Heimatschutzminister John Kelly in einer Anhörung.

Kelly machte zwar deutlich, dass dies Gedankenspiele seien und keine offizielle Politik. Doch er sagte auch, dies könne Teil eines Maßnahmenpakets für die schärfere Überprüfungen von Besuchern sein, mit der auf mögliche Bedrohungen reagiert werden solle. Es gehe vor allem um die Staatsangehörigen der sieben Länder, gegen die US-Präsident Donald Trump ein Einreiseverbot verhängt hat, aber nicht nur.

"Wir denken über eine ausgeweitete oder zusätzliche Überprüfung nach. Es könnte sein, dass wir an ihre sozialen Medien heran wollen, mit den Passwörtern", sagte Kelly. "Wenn jemand in unser Land möchte, wollen wir ihn zum Beispiel fragen: Welche Websites besuchen Sie? Geben Sie uns das Passwort."

Wenn sie wirklich in die USA wollten, würden sie kooperieren, sagte Kelly. "Wenn nicht, nächster bitte."

Quelle: n-tv.de, rpe/dpa

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