US-Wahl

Klarer Vorteil bei Frauen und Latinos Romney Sieger in Florida

Mit seinem Sieg in Florida ist Mitt Romney wieder Spitzenreiter unter den republikanischen Kandidaten.

Mit seinem Sieg in Florida ist Mitt Romney wieder Spitzenreiter unter den republikanischen Kandidaten.

(Foto: REUTERS)

Das Establishment der Republikaner kann wieder ruhiger schlafen. Mitt Romney gewinnt die Vorwahl in Florida mit deutlichem Vorsprung. Mit 46 Prozent der Stimmen liegt er klar vor seinem größten Konkurrenten, Newt Gingrich, der nur auf 32 Prozent kommt.

Es war ein deutlicher Sieg - und ein möglicherweise richtungsweisender Sieg. Mitt Romney hat die Vorwahl in Florida mit großem Abstand gewonnen und seinen Spitzenreiter-Status zurückerobert. Der Mormone aus Massachusetts siegte deutlich bei allen Wählergruppen, vor allem bei Frauen und Lations. Nur bei ultra-konservativen Wählern gewann Gingrich die Mehrheit.

Der konservative Ex-Senator Rick Santorum folgt mit 13 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von Ron Paul mit 7 Prozent. Beide konzentrierten sich allerdings bereits vor der Wahl auf die nächsten Abstimmungen.

Der Vorwahlmodus in Florida sieht vor, dass der Gewinner alle 50 Delegiertenstimmen des "Sunshine State" erhält. Romney kommt nun auf 71 Delegierte, gefolgt von Gingrich mit 23, Santorum mit 13 und Paul mit 3. Für die Nominierung werden jedoch 1144 Delegiertenstimmen benötigt - der Weg dorthin ist also noch weit.

"Zwei-Mann-Rennen"

Das ließ auch Newt Gingrich nicht unerwähnt, der in einer Rede am Wahlabend auf die "nächsten 46 Bundesstaaten" verwies, in denen er noch antreten wolle. Er interpretierte das Ergebnis als Zeichen dafür, dass es nun ein "Zwei-Mann-Rennen zwischen dem konservativen Anführer Newt Gingrich und dem Moderaten aus Massachusetts" sei.

Gingrichs Ton reflektierte dabei die Härte des bisherigen Wahlkampfes: Die eigentlich übliche Gratulation für den Sieger blieb aus. Stattdessen malte der ehemalige Sprecher des US-Repräsentantenhauses ein schwarzes Zukunftsszenario: "Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie radikal Obama in einer zweiten Amtszeit wäre."

Mitt Romney bekam bei fast allen Wählergruppen den meiste Zuspruch. Bei den in Florida besonders stark vertretenen Latinos gewann er 54 Prozent der Stimmen, und auch bei Frauen lag er mit 52 Prozent der Stimmen deutlich vor seinen Rivalen. Nur bei Ultra-Konservativen un d Tea-Party-Anhängern holte Gingrich die Mehrheit - ein Trend, der die republikanische Partei in diesem Wahlkampf spalten könnte.

Die nächste Abstimmung ist in Nevada am 4. Februar.

Quelle: ntv.de

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