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Drohnenangriff in Pakistan USA sollen ranghohen Taliban getötet haben

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Dieses undatierte Bild zeigt im Zenbtrum Mullah Fazlullah.

(Foto: picture alliance / dpa)

Er gilt als Verantwortlicher für das Attentat auf die spätere Friedensnobelpreisträgerin Malala: In Pakistan soll der örtliche Taliban-Chef bei einem US-Angriff ums Leben gekommen sein. Es ist allerdings nicht die erste Meldung zu seinem Ableben.

Bei einem US-Drohnenangriff soll im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet einer der meistgesuchten pakistanischen Terroristen getötet worden sein. Die USA hatten auf den Anführer der radikalislamischen Taliban, Mullah Fazlullah, erst im März ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) ausgesetzt. Der Gesuchte sei im Marawara-Bezirk der ostafghanischen Provinz Kunar ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kabul. Die Information stamme von den US-Streitkräften.

Ein Stammesältester aus der Gegend, Dschahan Sardar, sagte, "Mullah Fazlullah ist am Mittwoch gegen 10.00 Uhr abends bei einem Drohnenangriff gestorben." Außerdem seien vier weitere pakistanische Kämpfer getötet worden. In der Nacht hatten zunächst US-Medien unter Berufung auf eine anonyme Sicherheitsquelle von dem Angriff auf den berüchtigten Extremisten berichtet.

Ein Sprecher der US-Streitkräfte in Afghanistan bestätigte aber nur den Luftschlag und wollte das Ergebnis nicht kommentieren. Das pakistanische Militär hatte zunächst keine Informationen über den angeblichen Tod Fazlullahs. Eine Taliban-nahe Quelle sagte der Deutschen Presse-Agentur, auch Mitglieder der Extremistengruppe sprächen nun von Fazlullahs Tod.

Mullah Fazlullah war unter anderem verantwortlich für das Attentat auf die spätere Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai im Jahr 2012. Er wurde schon mehrfach totgesagt. Angesichts des Erstarkens der afghanischen Taliban und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) weiten die USA seit Monaten ihre Luftangriffe vor allem in Ostafghanistan an der Grenze zu Pakistan stark aus. Dort verstecken sich sowohl afghanische als auch pakistanische Extremisten.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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