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Erhöhte Anschlagsgefahr während EM USA warnt Bürger bei Europa-Reisen

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Außenminister John Kerry rät zur Wachsamkeit.

(Foto: REUTERS)

Zwei Großveranstaltungen in den kommenden Wochen bereiten den US-Behörden Sorge. In Frankreich misst sich Europas Fußball-Elite. Und in Polen trifft sich die katholische Weltjugend. Für die Behörden sind beides potenzielle Anschlagsziele.

Die USA rufen ihre Bürger zu besonderer Wachsamkeit bei Reisen nach Europa in diesem Sommer auf. So bestehe die Gefahr terroristischer Angriffe auf dem Kontinent. Ziele könnten vor allem große Veranstaltungen, touristische Hotspots, Restaurants, Einkaufszentren und Verkehrsmitteln sein, wie das State Department mitteilte. Dabei weist die Behörde das Augenmerk besonders auf die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich sowie auf den Katholischen Weltjugendtag in Krakau hin. Mit der großen Zahl an Besuchern in dieser Zeit steige das Anschlagsrisiko.

So seien die Spielstätten der EM und Fanzonen potenzielle Ziele für Anschläge. Erst jüngst hatte das Land den Ausnahmezustand verlängert. Ausdrücklich nennt das Ministerium auch die Tour de France als Grund für die Aktion.

In Polen könnte das Verkehrssystem durch die große Zahl der Besucher  - erwartet werden bis zu 2,5 Millionen Teilnehmer - stark beansprucht sein. Das Land werde zudem im Juli seine Grenzkontrollen verschärfen. Grundsätzlich rät die Behörde zu erhöhter Wachsamkeit. Zudem sollten sich Besucher auf verschärfte Kontrollen einstellen.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Bundesverfassungsschutz mitgeteilt, dass die Fußball-EM immer stärker in den Fokus extremistischer Organisationen wie dem Islamischen Staat (IS) rücke. "Wir wissen, dass der IS die EM ins Visier genommen hat", hatte Präsident Hans-Georg Maaßen gesagt. Zwar gebe es keine Angaben zu konkreten Planungen. "Aber es gibt ein relativ großes Grundrauschen, also eine erhöhte Anzahl von Hinweisen, dass der IS, Al-Kaida oder Al-Nusra Anschläge gegen westliche Ziele begehen wollen", sagte er.

Quelle: n-tv.de, jwu

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