Politik

Täter oft Rechtsextreme Übergriffe auf Muslime werden häufiger

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Die Angriffe auf Moscheen und Religionsstätten gingen seit 2015 im Gegensatz zu den Übergriffen auf Muslime zurück.

(Foto: REUTERS)

Muslime in Deutschland sind immer öfter Opfer von gewalttätigen Übergriffen. Das bestätigt die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken. Nicht nur die Häufigkeit steigt, die Angriffe werden auch immer brutaler.

Die Zahl der gewalttätigen Übergriffe auf Muslime in Deutschland hat sich laut einem Pressebericht in diesem Jahr erhöht. In den Monaten April bis Juni seien 16 Menschen bei "islamfeindlichen Straftaten" verletzt worden, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" und beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken.

Im ersten Vierteljahr seien es zwei Verletzte gewesen. In fast allen Fällen waren die Täter demnach Rechtsextreme, einer wurde festgenommen. Insgesamt hätten Polizei und Verfassungsschutz im zweiten Quartal 192 islamfeindliche Straftaten auf muslimische Einrichtungen oder Muslime erfasst. Im ersten Quartal waren es 200 Fälle.

Zu den Straftaten zählen unter anderem Hetze gegen Muslime, Drohbriefe oder Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen. Die innenpolitische Expertin der Linken, Ulla Jelpke, sagte dem Blatt, die Übergriffe auf Muslime würden "immer brutaler".

Angriffe auf Moscheen gehen zurück

Zu den Straftaten zählen Hetze gegen Muslime oder muslimische Flüchtlinge im Netz, Drohbriefe, Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen oder muslimische Männer auf der Straße, aber auch Sachbeschädigung und Nazi-Schmierereien an Häusern.

Dagegen gehen die Angriffe auf Moscheen und Religionsstätten weiter zurück und liegen unter dem Niveau von vor der Flüchtlingskrise 2015. Im zweiten Quartal wurden nach Angaben der Bundesregierung noch 13 solcher Anschläge wie Volksverhetzung, Anschläge und Schmierereien registriert, im ersten Quartal hingegen 15 Anschläge.

Quelle: ntv.de, vni/AFP