Politik

Gewalt in Unruheprovinz Uiguren greifen chinesische Polizisten an

Im Nordwesten Chinas kommt es zu Beginn des Ramadan zu einem schwerwiegenden Zwischenfall: Mitglieder der muslimischen Minderheit der Uiguren greifen Polizisten an. Die eröffnen sofort das Feuer. Die berichtete Zahl der Opfer schwankt gewaltig.

Bei einem mutmaßlichen Angriff von Uiguren auf Polizisten sind in der chinesischen Unruheprovinz Xinjiang Medienberichten zufolge mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Die Angehörigen der Minderheit hätten die Sicherheitskräfte an einer Verkehrskontrolle mit Sprengsätzen und Messern attackiert, berichtet der in den USA ansässige Sender Radio Free Asia.

Der Übergriff zu Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan ereignete sich demnach in der Stadt Kaschgar, wo Spannungen zwischen muslimischen Uiguren und der Mehrheit der Han-Chinesen in den vergangenen Jahren immer wieder zu Gewalt geführt haben.

Zwischen 18 und 28 Menschen seien bei der jüngsten Attacke ums Leben gekommen, zitiert der Sender einen Offizier einer Polizeiwache. Die Angreifer hätten mehrere Polizisten getötet. Die Polizei wiederum habe 15 Angreifer erschossen. Auch Passanten seien ums Leben gekommen.

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte, er könne den Bericht nicht bestätigen. Sollte er zutreffen, werde die Regierung ihrer Verantwortung nachkommen, solche "Terrorakte" zu stoppen.

In der ölreichen nordwestchinesischen Region kommt es immer wieder zu blutigen Zwischenfällen zwischen der uigurischen Minderheit und Han-Chinesen. Das muslimische Turkvolk fühlt sich wirtschaftlich, politisch und kulturell unterdrückt. Umgekehrt wirft Chinas Regierung uigurischen Gruppen Separatismus und Terrorismus vor. Die Region ist für ausländische Medien größtenteils nicht zugänglich.

Quelle: ntv.de, nsc/rts/dpa