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Besuch nach Helikopterabsturz Von der Leyen sucht in Mali nach Antworten

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Von der Leyen spricht ihr Mitgefühl aus.

(Foto: picture alliance / Britta Peders)

Kurz nach dem Helikopterabsturz mit zwei tödlich verunglückten deutschen Soldaten besucht Verteidigungsministerin von der Leyen die Truppe in Mali. Vor Ort will sie auch herausfinden, wie es zum Absturz kommen konnte.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat den deutschen Soldaten im malischen Gao mit einem Besuch wenige Tage nach dem tödlichen Hubschrauberabsturz den Rücken gestärkt. Der Blauhelm-Einsatz in Mali sei eine der wichtigsten, aber auch eine der gefährlichsten Missionen der Vereinten Nationen, sagte sie im Camp Castor, wo rund 800 deutsche Soldaten stationiert sind. Der deutsche Beitrag sei dabei unverzichtbar.

Gemeinsam mit etwa hundert Soldaten nahm die Ministerin an einem Feldgottesdienst teil. Sie trug eine schwarze Trauerschleife und verlas gemeinsam mit dem Pfarrer die Fürbitten, die auch die Bitte um den Segen für die Truppen im Auslandseinsatz und Trost für die Angehörigen der beiden getöteten Bundeswehr-Soldaten einschlossen.

Ihr sei es wichtig gewesen, den Soldaten nach dem Unglück am Mittwoch nahe zu sein, sagte von der Leyen. "Dieser Verlust wiegt schwer. Deshalb möchte ich heute den Tag hier im Kontingent verbringen, um Raum und Zeit zu lassen für viele Gespräche", erklärte sie.

Mission Ursachenforschung

In Gao wolle sie zudem mit dem Untersuchungsteam reden, das nach der Ursache für den Absturz des Kampfhubschraubers vom Typ Tiger sucht. "Es ist wichtig, dass wir mit der gebotenen Sorgfalt diese Absturzsursache aufklären", betonte von der Leyen, die anschließend nach Niger und in die malische Hauptstadt Bamako weiterreisen will.

Von der Leyen nahm die Leichen der verunglückten Soldaten am Samstagabend in Köln feierlich in Empfang - und machte sich danach direkt auf in das Krisenland. Die Reise der Ministerin nach Westafrika war schon mehrere Wochen lang geplant.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa/rts

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