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Geld zurück bei SchlechtwetterAirbnb: Mieter müssen nicht mehr putzen oder den Müll entsorgen

22.10.2026, 13:17 Uhr
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Geschirr spülen, Betten abziehen, Müll rausbringen: Solche Pflichten gehören bei den meisten Airbnb-Buchungen bald der Vergangenheit an. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Wer bei Airbnb eine Unterkunft bucht, soll am Ende nicht putzen müssen. Die Plattform schiebt übertriebenen Forderungen beim Auschecken einen Riegel vor und verweist auf die ohnehin gezahlte Reinigungsgebühr. Viele Vermieter sind verärgert.

Vermieter auf der Unterkünfte-Plattform Airbnb dürfen von ihren Gästen nicht mehr verlangen, dass sie zum Check-out das Geschirr abwaschen und die Betten abziehen. Laut einer neuen Richtlinie für Hausregeln lässt Airbnb nur noch Aufgaben zu, die als "zumutbar" erachtet werden. So darf man Gäste weiterhin bitten, schmutziges Geschirr ins Spülbecken zu stellen und benutzte Handtücher zusammenzusammeln.

Nicht mehr verlangen kann man hingegen, dass Gäste den Müll außerhalb der Unterkunft entsorgen. Airbnb hält zugleich die Tür für einige Ausnahmen offen: "So kann es zum Beispiel zumutbar sein, in Gegenden, in denen es Bären gibt, Gäste zu bitten, ihren Müll in einem für Tiere unzugänglichen Behälter zu entsorgen." Airbnb-Nutzer zahlen in der Regel eine Reinigungsgebühr - und die Plattform will nicht, dass ihnen Dinge abverlangt werden, "um die sich eigentlich eine Reinigungskraft kümmern" sollte.

Auch die Nutzung einer in der Beschreibung aufgeführten Ausstattung wie einer Klimaanlage zu verbieten, ist den Vermietern nicht mehr erlaubt. Die neuen Regeln treten am 20. November in Kraft. In Kommentaren auf der Airbnb-Website kritisierten viele Vermieter die neuen Regeln-Einschränkungen.

Geld zurück bei schlechtem Wetter

Zuletzt hatte Airbnb eine Wetterschutz-Versicherung für ihre Nutzer angeboten. "Die Versicherung zahlt Geld aus, wenn der Niederschlag an einem Tag eine festgelegte Schwelle erreicht oder überschreitet", erklärte das Unternehmen Anfang Oktober. Die Gäste würden dann bei Regen während ihres Aufenthalts automatisch benachrichtigt, sobald sie Anspruch auf eine Auszahlung haben.

"Gäste müssen nicht dokumentieren, was passiert ist, und keinen Schaden melden", teilte Airbnb weiter mit. "Stattdessen wird der Niederschlag automatisch erfasst und die Auszahlung erfolgt, sobald die in der Police vereinbarte Schwelle erreicht ist." Wie viel Regen am Standort der Unterkunft gefallen sei, werde mit unabhängigen Radar-, Satelliten- und Vorhersagedaten gemessen und in Echtzeit überprüft.

Pro Aufenthaltstag gebe es eine Auszahlung, "wenn zwischen 8 und 20 Uhr Ortszeit mindestens 1,5 Millimeter Regen pro Stunde fallen - mindestens so viele Stunden, wie im Versicherungszertifikat angegeben sind", fuhr Airbnb fort. Der Auszahlungsbetrag "liegt zwischen 50 und 1.000 Euro pro Tag, die genaue Höhe steht ebenfalls im Zertifikat", erklärte Airbnb weiter. Wie viele Stunden es regnen muss, bis es zur Auszahlung kommt, unterscheidet sich je nach Buchung.

Der Wetterschutz läuft den Angaben nach über den Versicherer Chubb. Gäste mit Wohnsitz in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Schweden und Spanien für Reisen im In- und Ausland können die Versicherung bei der Buchung einer Unterkunft über Airbnb hinzufügen. Der Wetterschutz kostet der Plattform zufolge im Schnitt rund 4,9 Prozent des Reisepreises und ist bei zehn Prozent gedeckelt.

Quelle: ntv.de, hny/dpa/AFP

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