Die einen sagen so, ...Bei Hitze Fenster auf oder Fenster zu?

Es ist Sommer - und es wird ziemlich heiß. Da ist richtiges Verhalten gefragt, um keinen Schaden zu nehmen. Über die Frage, ob an Tagen, wo die Sonne besonders brennt, die Bude verrammelt werden sollte oder doch das Fenster geöffnet werden darf, wird mitunter gestritten. Wir ordnen die Sache ein.
Bei Temperaturen bis zu 40 oder womöglich 41 Grad könnte am Freitag der bisherige deutsche Hitzerekord für den Monat Juni gebrochen werden. Und in Zukunft soll es noch heißer werden. Da kann einem angst und bange werden. Stichwort Klimawandel. Fest steht: Es dürfte auch in Zukunft hin und wieder Hitzewellen geben. Dann ist richtiges Verhalten gefragt, um keinen Schaden zu nehmen. Besonders zwei Tipps sind hier umstritten und werden von ntv.de eingeordnet. Als da wären:
1. Wohnung kühl halten. Verschlossene und verschattete Fenster verhindern, dass sich Räume ungehindert erhitzen. Erst wenn es draußen kühler ist als in der Wohnung, ist Lüften zu empfehlen.
Einordnung der Redaktion: Auch wenn sich von selbst versteht, dass an sehr heißen Tagen vor allem nachts und in den kühleren Morgenstunden bei weit geöffnetem Fenster gelüftet werden und tagsüber die Fenster und Türen weitestgehend verschlossen bleiben sollten, ist es sicherlich nicht verkehrt, hin und wieder besonders in kleinen Räumen etwas Luft hineinzulassen. Letzteres mit dem Ziel, dass die Luftfeuchtigkeit so gering wie möglich bleibt. Denn nur durchs Lüften werden Schweiß und Luftfeuchtigkeit abtransportiert, Sauerstoff zugeführt und die Raumatmosphäre bleibt insgesamt lebensfreundlich. Was durchaus erstrebenswert ist. Insofern ist gegen einen gelegentlichen Luftaustausch - auch tagsüber - nichts einzuwenden. Danach kann die Bude dann gerne wieder verrammelt werden.
2. Anstrengende Tätigkeiten sind bei Hitze besonders belastend und in der heißesten Tageszeit zwischen circa 11 und 17 Uhr zu vermeiden. Für körperliche Aktivitäten und Erledigungen eignen sich die kühleren Morgen- und Abendstunden.
Einordnung der Redaktion: Zwar treten laut Umweltbundesamt im Verlauf eines Tages die höchsten Ozonwerte in den Nachmittagsstunden zwischen 14 und 17 Uhr auf. Dennoch sollte die Grenze nicht bei 17 Uhr gezogen werden. Denn auch wer um 17.01 Uhr Getränkekisten schleppt oder vehement zu Spaten und Hacke greift, um Gartenarbeiten zu verrichten, setzt sich einer nach wie vor sehr hohen Ozonbelastung aus. Zudem ist es meist erst zwischen 17 und 18 Uhr am heißesten, da sich bis dahin Häuser und Boden ordentlich aufgeheizt haben und die Wärme wieder in die Atmosphäre abgeben.
Hitzebedingte Beschwerden erkennen
Abgesehen davon weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) darauf hin, dass nicht jeder Mensch gleich auf Hitze reagiert. Entscheidend ist die individuelle Anpassungsfähigkeit des Körpers. Auch die Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person, sich während einer Hitzewelle aktiv vor Belastungen zu schützen, spielen eine Rolle. Menschen aus den folgenden Gruppen sollten bei besonders hohen Temperaturen in besonderem Maße auf sich acht geben beziehungsweise vor allzu großer Wärme geschützt werden:
Menschen ab 65 Jahre
ältere alleinlebende Menschen, die Probleme mit ihrer Mobilität haben
pflegebedürftige Menschen
Säuglinge und Kleinkinder
Menschen mit Vorerkrankungen
Menschen mit akuten Erkrankungen
Menschen, die im Freien und die körperlich schwer arbeiten
Menschen in besonderen Lebenslagen (zum Beispiel Obdachlose, Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen)
Plötzlich auftretende Symptome wie Schwindel, Schwäche, starker Durst oder Kopfschmerzen sollten in jedem Fall ernst genommen werden - auch bei allen anderen Menschen. Halten die Beschwerden an, sollte ein Arzt beziehungsweise der Notruf unter 112 kontaktiert werden. Weitere Alarmsignale sind laut BZGA Übelkeit, Krämpfe, erhöhte Körpertemperatur, sehr rote oder sehr blasse Haut sowie Erbrechen, Bewusstseinstrübung, Teilnahms- und Bewusstlosigkeit oder Kreislaufkollaps.
Wie man sich am besten gegen die Hitze schützt, lesen Sie hier.