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Sparen beim Strom Billigen Strom gibt's auch einfach

Geldfresser Steckdose: Vergleichsrechner im Internet können helfen, einen günstigeren Stromanbieter zu finden. Foto: Kai Remmers

Wechselassistenten können helfen, einen günstigeren Stromanbieter zu finden.

dpa-tmn

Schon merkwürdig: Gefühlt jedem Schnäppchen wird an der Wursttheke nachgerannt, aber beim Thema Strompreis stecken die Deutschen den Kopf in den Sand. Dabei können Verbraucher auch mit Rundum-Kümmer-Services bequem viel Geld sparen.

Die Energiewende und das Profitstreben der Versorger kommt Verbraucher teuer zu stehen. Seit 2005 sind die Stromkosten um durchschnittlich 51 Prozent gestiegen, in der Grundversorgung sogar um 65 Prozent.

Für die bundesdeutschen Haushalte gibt es eigentlich nur zwei Wege, die Mehrbelastungen zu kompensieren. Zum einen den löblichen Versuch, den Energieverbrauch einzuschränken und zum anderen, den Stromanbieter zu wechseln. Doch nicht nur mit Ersterem tun sich Verbraucher schwer. Trotz der Tatsache, dass eine Durchschnittsfamilie mit rund 4000 Kilowattstunden Verbrauch je nach vorherigem Vertrag 100 Euro pro Jahr und mehr mit einem Vertragswechsel sparen kann. Zudem locken Versorger zusätzlich auch noch mit Wechselprämien. Und dennoch nutzt nach wie vor nur ein Viertel der Haushalte die Chance zum Anbieterwechsel. Und dies, obwohl diverse Vergleichsportale wie Check24 und Verifox schon einen recht einfachen Weg aufzeigen, preiswerte Angebote aufzuspüren.

Vielleicht liegt dies auch an der großen und damit unübersichtlichen Auswahl an regionalen und überregionalen Anbietern. So haben die Haushalte im bundesweiten Schnitt die Wahl zwischen mehr als 100 Angeboten. Aber auch die Sorge vor schwarzen Schafen in der Branche begünstigt wohl das Phlegma der Bürger. Doch die Sorge ist mittlerweile eigentlich unbegründet, da Verträge, bei denen Vorauszahlungen erforderlich waren, nahezu vom Markt verschwunden sind.

Was auch immer die Gründe für die Zurückhaltung sind, Wechselassistenten versprechen nun Abhilfe, noch bequemer an einen gleichermaßen günstigen wie geeigneten Stromtarif zu kommen. Beispielsweise die Start-ups Cheapenergy24 und Switchup. Beide behalten den Wust an Strom- und Gastarife ständig im Blick. Zeigt sich, dass der aktuelle Tarif des Kunden teurer wird oder sich Vertragsbedingungen ändern, schlagen sie den Wechsel zu einem anderen Anbieter vor. Der Kunde kann diesen dann aber auch ablehnen. Ansonsten erfolgt der Wechsel bei Switchup automatisch, bei Cheapenergy24 muss der Kunde per Klick zustimmen. Auf Wunsch ist hier aber auch der voll-automatische Service wie beim Mitbewerber zu haben. 

Beide Anbieter versprechen, nur faire und transparente Angebote zu berücksichtigen, die natürlich auch zum vorher abgefragten Wunschprofil des Kunden passen.  

Finanzieren tun sich die Unternehmen auf unterschiedliche Weise. So verlangt Cheapenergy24 im ersten Jahr 30 Prozent dessen, was der Kunde durch einen Anbieter oder Tarifwechsel gespart hat. Im zweiten und ab dem dritten Jahr sind es 25 beziehungsweise 20 Prozent. Aber auch nur dann, wenn die Ersparnis höher als 100 Euro ausfällt - ansonsten ist der Service kostenlos. Der Kunde schließt bei diesem Modell mit dem Unternehmen einen Vertrag ab, der jederzeit mit einer Frist von jeweils 4 Wochen zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden kann.

Switchup finanziert sich dagegen genau wie die großen Vergleichsportale ausschließlich über Provisionen der Versorger und ist somit für den Kunden komplett kostenlos. Dem Portal wird eine Vollmacht erteilt, welche jederzeit zurückgezogen werden kann.

Quelle: n-tv.de, awi

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