Ratgeber

Nicht alles ist abgedeckt Bin ich in der Pause unfallversichert?

imago62559326h.jpg

Der Weg in die Pause birgt Risiken.

(Foto: imago/Westend61)

Bei einem Arbeitsunfall greift in der Regel die gesetzliche Unfallversicherung. Es gibt bei der Arbeit aber auch Situationen, die nicht unter diesen Schutz fallen. Ein Überblick.

Die gesetzliche Unfallversicherung umfasst grundsätzlich Arbeitsunfälle sowie Unfälle, die sich auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle ereignen. Geht es aber um Pausen im Job, gibt es einige Ausnahmen, erklärt die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) auf ihrem Portal Certo.

Wer etwa zum Rauchen oder um frische Luft zu schnappen nach draußen geht, kann sich nicht auf die gesetzliche Unfallversicherung berufen. Unfälle auf dem Weg vor die Tür oder während einer solchen Pause sind laut Certo nicht gedeckt. Wer dagegen zur Toilette muss, ist auf seinem Weg bis zur WC-Tür versichert. Unfälle, die hinter der Türe passieren, fallen aber wiederum nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Außerdem gilt: Nur der Weg zum Mittagessen, nicht aber das Mittagessen selbst sind durch die Versicherung abgedeckt. Es sei denn, es handelt sich explizit um ein Geschäfts- oder Betriebsessen.

Umweg für den Nachwuchs versichert

An sich gilt das genauso für den Weg zum Supermarkt, wenn man dort für die anschließende Mittagspause einkauft. Wer aber noch schnell ein Hemd aus der Reinigung oder etwas für das Abendbrot mit der Familie holt, handelt im Privatinteresse. Die gesetzliche Unfallversicherung greift dann nicht.

Mehr zum Thema

Wobei es auch Ausnahmen gibt: Den Nachwuchs in den Kindergarten zu bringen oder auf dem Weg zur Arbeit Kollegen mitzunehmen und dafür die eigentliche Strecke zu verlassen, ist zulässig. Fahrgemeinschaften sind ausdrücklich vom Gesetzgeber erlaubt. Der Mitfahrer muss immer auch ein Versicherter im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung sein. Der Umweg zum Tanken und das Tanken selbst stehen hingegen nicht unter dem Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung

Auch im Homeoffice gelten Unfälle, die in engem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen, als Arbeitsunfälle - wie zum Beispiel der Gang zum Drucker. Wer aber auf dem Weg zur Küche oder zur Toilette stürzt, steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.