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Einfach über die Straße? Das gilt für Fußgängerampeln

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Bei Rot stehen, bei Grün gehen. Das ist die grundsätzlichste Regel für eine Fußgängerampel. Sie sollte befolgt werden.

(Foto: dpa)

An der Ampel gilt: bei Rot stehen, bei Grün gehen. Doch manchmal ist die Ampel für Fußgänger weit weg oder auch nur einige Meter entfernt. So oder so: Kann man den Fußgängerüberweg auch links liegen lassen und die Fahrbahn neben dem Lichtsignal überqueren?

Damit niemand beim Überqueren der Straße unter die Räder kommt, wurde 1924 am Potsdamer Platz die erste Ampelanlage Berlins in Betrieb genommen. In London war man fast 60 Jahre früher dran. Doch diese gasbetriebene Signalanlage ist leider explodiert. In der deutschen Hauptstadt setzte man sich noch eine Weile den Gefahren des Straßenverkehrs aus, denn die Fußgänger wollten sich nicht so bald mit der Reglementierung anfreunden und liefen noch lange quer über den Platz. 

Dies hat sich mittlerweile weitestgehend geändert. Auch wenn Fußgänger schon mal bei Rot über die Straße huschen oder außerhalb des Fußgängerüberwegs. Stellt sich die Frage, was hier erlaubt ist und ob eventuell bei Missachtung sogar Strafen drohen.

Grundsätzlich ist festzustellen: Auf der sicheren Seite sind Passanten, wenn sie zum Überqueren einer Straße den dafür vorgesehenen Bereich an einer Ampel benutzen.  Darüber hinaus gibt es keine genauen Meterangaben darüber, wie weit man von diesem entfernt noch ungestraft über die Straße darf. Klar ist, der Bereich fünf Meter vor und hinter einer Fußgängerampel gilt als geschützter Bereich. Hier sollte es also keine Probleme geben. Vorausgesetzt, man geht bei Grün. Bei Zuwiderhandlung droht ein Verwarnungsgeld von fünf Euro. Aber auch wer bei Grün unterwegs ist und sich außerhalb des Fünf-Meter-Bereiches bewegt, kann mit derselben Summe verwarnt werden. Denn grundsätzlich gilt das Gebot, Straßen nur an Fußgängerüberwegen mit oder ohne Ampel zu überqueren. 

Ob tatsächlich kassiert wird, hängt von der Straße an sich ab und der Entfernung zur nächsten Ampel. So haben verschiedene Gerichte beispielsweise einen groben Verstoß von Fußgängern darin erkannt, wenn diese ein 20 bis 40 Meter entferntes Lichtsignal bei einer stark befahrenen Straßen einfach ignorierten. Auch wenn schlechte Lichtverhältnisse herrschen, erhöht dies das Ampelnutzungsgebot der Fußgänger.

Dabei sollten diese nicht nur die eigene Sicherheit auf dem Zettel haben, sondern auch das Wohl anderer und auch den eigenen Geldbeutel. Denn kommt es infolge eines grob fahrlässigen Überquerens zu einem Unfall, verdoppelt sich nicht nur die Geldbuße, sondern dem Delinquenten kann auch je nach Verkehrssituation eine Mitschuld oder sogar die alleinige Schuld an einem Unfall zugesprochen werden. Mit den entsprechenden rechtlichen und finanziellen Folgen. 

Quelle: ntv.de, awi