Ratgeber

Zum Heulen Das ist die Mogelpackung des Jahres

Was beim Tragen des Einkaufs eventuell noch als Erleichterung wahrgenommen wird, stellt sich bei genauem Hinsehen als Ärgernis heraus. Die Anzahl der Pampers-Baby-Windeln werden stetig reduziert - bei gleichbleibendem Preis. Das ist preiswürdig.

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(Foto: imago stock&people)

Pampers ist Mogelpackung des Jahres 2014. Dies ergab eine Online-Abstimmung auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg. Auf die Windeln von Procter & Gamble entfielen 29,3 Prozent der Verbraucherstimmen.

Nach Aussage der Verbraucherschützer wurde fünf Mal in den letzten acht Jahren die Anzahl der Windeln pro Pampers-Packung reduziert, von ursprünglich 47 Stück über 44, 40, 37, 34 auf aktuell 31 Stück - bei nahezu unverändertem Preis. Die versteckten Preiserhöhungen betragen demnach je nach Packungsgröße bis zu 11 Prozent. Erst vor zwei Jahren hatten die Hamburger Verbraucherschützer auf eine Schrumpfung der Pampers-Windelpackungen hingewiesen.

Der zweite Platz geht mit 23,5 Prozent der Stimmen an die Käsemarke "Leerdammer" der Bel Deutschland GmbH, bei der ebenfalls wiederholt die Füllmenge reduziert wurde. Es folgen die "Hafertaler" von Continental Bakeries als Luftpackung mit 18,3 Prozent auf Platz drei und knapp dahinter mit 16,5 Prozent die Mehrfachpackung "Lion", ein Schokoladenriegel aus dem Hause Nestlé, bei dem besonders subtil die Füllmenge bei gleichem Preis reduziert wurde. Am wenigsten Stimmen erhielt mit 14,4 Prozent das Tiefkühlgericht "Mittelmeerküche Toscana" von Iglo, bei dem zu viel Luft in der Packung war.

"Wir freuen uns über das große Interesse der Verbraucher. Das ermutigt uns, im neuen Jahr am Ball zu bleiben", sagt Armin Valet, Lebensmittelexperte der Verbraucherzentrale Hamburg, die sich mit einer Flut von Verbraucherbeschwerden zu diesem Thema konfrontiert sieht. Die Mogelpackungsliste der Verbraucherzentrale, die seit zehn Jahren geführt wird, umfasst aktuell 94 Seiten mit geschätzt weit mehr als 500 Produkten und wird fast ausschließlich mit Beschwerden von Verbrauchern bestückt.

Die Verbraucherschützer fordern Hersteller und Handel auf, Verbraucher nicht mit versteckten Preiserhöhungen zu täuschen. "Die Politik sollte einen gesetzlichen Rahmen schaffen, der solche Mogelpackungen nicht zulässt. Denn das Eichrecht ist wenig verbraucherfreundlich", so Valet.

Quelle: n-tv.de, awi

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