Ratgeber

Stiftung Warentest ganz sicher Diese FFP2-Maske schützt am besten

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Und der Testsieger ist ...

(Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)

Anders als eine Mund-Nasen-Bedeckung aus Stoff sind FFP2-Masken nicht nur auf den Fremd-, sondern auch auf den Eigen­schutz ausgerichtet. Nicht alle Modelle schützen gleich gut. Bei dreien fällt das Atmen schwer. Aber es gibt einen klaren Testsieger.

FFP2-Masken sind gefragt. Denn obwohl in den meisten Teilen Deutschlands an dafür vorgesehenen Orten das Tragen einer medizinischen Maske ausreicht, bevorzugen viele Menschen Atem­schutz­masken, die nicht nur vor Staub und Rauch, sondern vor allem auch vor Aerosol­partikeln und damit vor einer Covid-19-Ansteckung schützen.

Höchste Zeit also, dass die Stiftung Warentest einen kritischen Blick auf den allgegenwärtigen Mund-Nasen-Schutz wirft. Zu diesem Zweck haben die Tester zehn FFP2-Masken unter anderem von Drogerien, Baumärkten, Online-Händ­lern und Apotheken untersucht. Dafür wurden die Masken auf einen Halter gespannt, durch den Partikel strömten, und anschließend bestimmt, wie viele der winzigen Teilchen durch das Filtermaterial dringen.

99 Prozent der Aerosolpartikel zurückgehalten

Ergebnis? Schon mal beruhigend, denn die Filterwirkung war bei allen hoch. Alle hielten rund 99 Prozent der Aerosolpartikel zurück, manche auch mehr. Aber sie war auch nicht bei allen Modellen gleich gut. Denn die Masken lagen teil­weise nicht dicht genug am Gesicht an und ließen so Aerosole durch. Und eine schlechte Pass­form kann die Schutz­wirkung deutlich mindern.

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Das liegt vor allem daran, dass es für Atem­schutz­masken keine stan­dardisierten Größen gibt. Umso wichtiger ist es, dass ein Modell möglichst vielen Menschen passt, egal ob große oder kleine Nase, rundes oder schmales Gesicht. Um die Pass­form der Masken zu prüfen, halfen Frauen und Männer unter anderem von einer Berufs­feuerwehr aus. Dabei wurde jedes Modell von zehn der Probanden getragen. Die Experten achteten darauf, dass in jeder Probandengruppe unterschiedliche Gesichts­typen vertreten waren und dass die Masken richtig saßen.

Derart präpariert wurde jeder Proband in eine mit wäss­rigen und ungefähr­lichen Aerosolen angereicherte Prüfkammer geschickt, um darin alltags­typische Bewegungen auszuführen. Mithilfe von dünnen Schläuchen wurde dabei die vom Probanden ausgeatmete Luft zu einem Mess­gerät geleitet und gemessen, wie viel des Aerosols sich darin befand. Je besser die Maske etwa an den Rändern saß, desto weniger des Prüfaerosols befand sich in der ausgeatmeten Luft. FFP2-zertifizierte Masken müssen bei acht von zehn Prüfpersonen so dicht halten, dass sie jeweils nicht mehr als 8 Prozent der Aerosole durch­lassen. Das fordert die EU-Norm.

Nur eine überzeugt in allem

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Nachdem dies geklärt ist, kommen wir zum Testsieger: der Atem­schutz­maske 3M Aura 9320+ für 6,85 Euro (CE-Kenn­zeichnung CE2797). Als einzige erfüllt sie im Test ohne Einschränkung die wichtigsten Kriterien. Sie sitzt gut, ist dicht und ermöglicht komfort­ables Atmen. Alle anderen auf ihre Pass­form geprüften Modelle erfüllen die Norm dagegen nicht. So ließ etwa die Lux-Maske von Obi bei fünf der zehn Prüf­personen zu viele Partikel durch, die Xique sogar bei sechs. Diese Masken empfiehlt Warentest denn auch nur einge­schränkt.

Bei drei Modellen fällt das Atmen schwer. Denn die Produkte von Rossmann Altapharma, Hygisun und DM Mivolis haben einen hohen Widerstand, wodurch das Ein- und Ausatmen erschwert wird. Dies fällt wiederum mit den Masken von Univent Medical, Medisana und Xique leicht. Allerdings gehören sie zu jenen Masken, die nicht bei allen Probanden dicht saßen. Die Hase Safety hingegen ist bei Passform und Atem­kom­fort mit Einschränkung geeignet. Gleiches gilt für das Produkt von Gebol.

Quelle: ntv.de, awi

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