Ratgeber

Endlich Ruhe? Diese Mittel helfen bei Husten

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Bessere Präparate können zur Linderung der Erkältungssymptome beitragen.

Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Und manchmal ruiniert schon eine harmlose Erkältung das Wohlbefinden. Besonders unbeliebt bei Betroffenen und deren Umfeld: der Husten. Öko-Test hat diverse Präparate dagegen getestet.

Man kennt das. Mehrfach im Jahr kratzt es zunächst im Hals. Dann gesellt sich Niesen dazu. Die Schleimhäute in der Nase schwellen an, erst läuft die Nase und ist dann verstopft. Auf Halsschmerzen und Schnupfen folgt oft der Husten, der wohl am meisten nervt. Betroffene und Umstehende gleichermaßen. Wenn es ganz blöd läuft, mündet der Infekt in einer akuten Bronchitis. Was noch längeres und intensiveres Husten zur Folge hat. Hierbei handelt es sich um einen einem Reflex des Körpers, um die Atemwege von störenden Partikeln zu befreien.

Und ebenso reflexartig greifen Erkrankte dann zu Hustenmitteln. Diese sind in Apotheken und Drogerien insbesondere in der Winterzeit ein Verkaufsschlager. Öko-Test hat sich 24 frei verkäufliche Arzneimittel, davon 9 Reizdämpfer und 15 Schleimlöser, genauer angeschaut und kommt zu dem Schluss, dass gegen eine Erkältung - welche meist durch Viren verursacht wird - noch kein Kraut gewachsen ist. Aber immerhin können die besseren Präparate zur Linderung der Symptome beitragen.

Eine Erkältung bekommt die Körperabwehr eigentlich in acht bis zehn Tagen in den Griff, der Husten kann sich etwas länger halten. "Ein akuter Husten im Rahmen einer Erkältung oder einer akuten Bronchitis heilt auch ohne spezifische medikamentöse Therapie in der Regel folgenlos aus", schreibt die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin in ihrer Leitlinie. Als akut gilt Husten, wenn er nicht länger als drei Wochen andauert. Danach wird es chronisch.

Immerhin ein wenig Hilfe

Grundsätzlich kommen Hustenreizdämpfer in der ersten Phase des trockenen Reizhustens zum Einsatz, wenn das lästige und oft schmerzende Husten am Schlafen hindert. In der nächsten Phase, wenn der Schleim in der Bronchien festsitzt, sollen Schleimlöser sie anregen, den Schleim abzusondern, etwa indem sie das Sekret flüssiger machen und somit das Abhusten erleichtern.

Laut Öko-Test ist für wenige Produkte eine lindernde Wirkung aus wissenschaftlicher Sicht hinreichend belegt. Deshalb schneidet die Mehrzahl der Hustenmittel im Test auch nur "ausreichend" und schlechter ab.

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) empfiehlt denn auch, einen akuten Husten nur in Ausnahmefällen mit Hustendämpfern zu behandeln und das auch nur nachts, um einen besseren Schlaf zu ermöglichen. Hier können Betroffene dann zum "Wick Husten-Sirup" greifen ("sehr gut", 7,97 Euro pro 120-ml-Packung).

Bei den Schleimlösern ist die Auswahl an sehr guten Produkten schon etwas größer: "Bronchipret TP, Filmtabletten" (9,90 Euro/20 Stück), "GeloMyrtol Forte, Weichkapseln" (10,19 Euro/20 Stück), "Soledum Kapseln Forte" (9,90 Euro/20 Stück). Für die "Umckaloabo-Tropfen hat es immerhin noch für ein "gut" gereicht (10,20 Euro/20 ml). 

Wegen mangelnder Wirksamkeitsbelege ging die Untersuchung für viele Mittel auch deutlich schlechter aus. Betroffen waren hier sowohl Hustenreizstiller als auch Schleimlöser. "Mangelhaft" sind laut Test unter anderem "ACC akut 600 mg Hustenlöser, Brausetabletten", "NAC-Ratiopharm Akut 600 mg Hustenlöser, Brausetabletten" und "Phytohustil Hustenreizstiller Sirup". Als "ungenügend" wurde der "Broncho-Sern, Sirup" bewertet.  

Quelle: n-tv.de, awi

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