Ratgeber

Öko-Test zerstreutDiese jodierten Speisesalze sind "sehr gut"

29.01.2026, 14:51 Uhr
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Für den Menschen ist Salz überlebenswichtig zur Steuerung des Wasserhaushalts, er benötigt etwa 3 bis 6 Gramm pro Tag. (Foto: imago/Panthermedia)

Salz ist Leben - noch dazu schmeckt ohne Salz das Essen fad. Aber auch Jod benötigt der Körper. Doch die Menschen hierzulande sind nicht ausreichend mit dem Spurenelement versorgt. Deshalb wird zur Verwendung von jodiertem Speisesalz geraten. Öko-Test hat 20 verschiedene Marken getestet.

Für den Menschen ist Salz überlebenswichtig zur Steuerung des Wasserhaushalts, er benötigt etwa drei bis sechs Gramm pro Tag. Zu viel Salz bei der Ernährung kann dem Körper jedoch Schaden zufügen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 6 Gramm als tägliche Höchstmenge. Aber auch Jod ist lebenswichtig - und die Menschen in Deutschland sind nicht ausreichend mit Jod versorgt, welches der Körper benötigt, um Schilddrüsenhormone zu bilden. Was langfristig zu einer Unterversorgung und dadurch zu einer Vergrößerung und Knoten in der Schilddrüse führen kann.

Um dies zu verhindern, ist vielen Speisesalzen Jod zugesetzt. Öko-Test hat in Supermärkten, Discountern, Drogerien und Bioläden insgesamt 20 Speisesalze mit Jodzusatz eingekauft, darunter zwei zertifizierte Bio-Produkte. Sofern vorhanden, wählten die Tester auch solche mit zugesetztem Fluorid. Der besseren Vergleichbarkeit halber einheitlich umgerechnet, zahlten sie für 500 Gramm zwischen 0,29 und 19,45 Euro.

Fünf Produkte im Test ohne umstrittene Stoffe

Im Labor wurden die Salze auf bestimmte per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS), Blei und Arsen untersucht. Bis auf einen Arsenbefund (Naturata Atlantik Meersalz mit jodhaltigen Algen, "befriedigend") blieben hier alle Analysen unterhalb der Abwertungsgrenzen. Darüber hinaus bestimmte das Labor in sämtlichen Produkten den Jodgehalt, den die Tester bei vollständiger Nährwertdeklaration mit den angegebenen Werten abglichen. Genauso wurde bei den fluoridierten Salzen hinsichtlich des Fluorids vorgegangen. In allen Salzen lagen die Abweichungen der deklarierten von den gemessenen Werten beider Spurenelemente innerhalb der zulässigen Toleranzen. Schlechter als "befriedigend" wurde auch kein Salz bewertet.

Stören tut sich Öko-Test an den umstrittenen Rieselhilfen in einigen Salzen. Hinter der Zusatzstoffnummer E 535 verbirgt sich die Rieselhilfe Natriumferrocyanid, die dafür sorgt, dass das Salz nicht verklumpt und sich leichter streuen lässt. E 535 darf in Lebensmitteln ausschließlich als Trennmittel in Salz verwendet werden und kommt in fast drei Vierteln der getesteten Salzmarken zum Einsatz. In größeren Mengen hat der Stoff in Tierversuchen allerdings zu Nierenschäden geführt, weshalb die Tester ihn um eine Note abwerten. Ein paar Reiskörner im Salzstreuer nehmen Feuchtigkeit auf und verhindern ebenfalls Verklumpen. Das macht Rieselhilfen wie E 535 verzichtbar, so Öko-Test.

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Fünf Produkte im Test enthalten keine umstrittenen Stoffe. Ein halbes Kilo des günstigsten "sehr guten" Salzes gibt es für 0,75 Euro ("Saphir Meersalz jodiert"). Ebenfalls die Bestnote erhielten unter anderem das "Alnatura Meersalz mit Jod" (0,99 Euro) und das "Piranske Soline Traditionelles Meersalz, fein, jodiert, nicht raffiniert" für 2,15 Euro.

Quelle: ntv.de, awi

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