Ratgeber

Italien aus der Tiefkühltruhe Eine Pizza Salami ist "ungenügend"

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Bei 12 Pizzen im Test kann unbesorgt zugelangt werden. Zumindest gelegentlich.

(Foto: imago/UIG)

Nicht erst seit der Coronapandemie ist Tiefkühlpizza als Notreserve gefragt. Vor allem mit Salami erfreut sie den deutschen Gaumen. Öko-Test hat den Teigfladen mit Belag einmal genauer unter die Lupe genommen. Tenor: eigentlich ziemlich lecker.

Wenn's mal wieder schnell gehen muss, ansonsten nichts da ist, oder auch weil's einfach schmeckt. Tiefkühlpizza geht eigentlich immer. Gerne auch mit Salami. So um die zehn Stück verspeist jeder Bundesbürger pro Jahr davon. Möglich, dass sich diese Zahl wegen der Corona-Pandemie noch einmal erhöht.

Zu einer gelungenen Tiefkühlpizza gehört eigentlich nicht mehr als Weizenmehl, Öl, Salz, Zucker, Hefe, Sauerteig, Salami, Käse, Tomaten und etwas Gewürz. Öko-Test hat geschaut, bei welcher Salami-Pizza unbesorgt zugelangt werden kann, und welcher Teigfladen besser im Kühlregal des Supermarktes bleiben sollte.

Insgesamt wurden 20 Pizzen unter die Lupe genommen - darunter fünf Bio-Produkte. Ergebnis? Auch wenn zwei Fertigpizzen "sehr gut" und zehn als "gut" abschneiden: Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind die Salami-Pizzen nicht der Renner und kein Essen für jeden Tag. Sieben liegen mit "befriedigend" und "ausreichend" im Mittelfeld.

Sensorisch können alle überzeugen

Hauptkritikpunkte sind zu viel Salz und Mineralöl. Eine Pizza fällt mit "ungenügend" durch. In der "Ja! Steinofenpizza Salami" (3 Stück) von Rewe hat das Labor gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) in einer Menge gefunden, die Öko-Test nach ihren Kriterien als sehr stark erhöht beurteilt. Das Problem bei MOSH in Lebensmitteln ist, dass sie sich in den Organen anreichern können und die Folgen dieser Anreicherung für den Menschen noch unklar sind. Negativ aufgefallen ist den Testern auch "Die Ofenfrische Salami" von Dr. Oetker ("befriedigend"). Sie enthält den Zusatz Calciumphosphat. Experten raten dazu, möglichst wenig Phosphat aufzunehmen, weil zu viel davon den Nieren schaden kann.

Aber immerhin, alle Pizzen wurden nach Verpackungsanleitung zubereitet und schmeckten laut Sensorik-Prüfpanel fehlerfrei. Kritik gab es in fünf Fällen an den Pizzaböden. Die Prüfer beschrieben sie als noch "leicht teigig", während der Rand schon "deutlich knusprig" war. Bei der Pizza von Lidl war der Rand sogar schon "deutlich fest".

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Am meisten überzeugen konnte Öko-Test im Gesamtergebnis die "Eismann Pizza Salami, 2 Stück" für 4,07 Euro pro 375 Gramm. Ein deutlich günstigerer Happen ist die ebenfalls mit "sehr gut" bewertete "Pizza ‘Ah Steinofen-Pizza, 3 Stück". Bei Aldi Nord/Aldi Süd sind 350 Gramm für gerade einmal 0,88 Euro zu haben.

"Gut" und auch günstig ist unter anderem die gleichnamige "Edelsalami Steinofen-Pizza, 3 Stück" von Edeka für 0,88 Euro pro 350 Gramm zu haben. Genau wie die "Mondo Italiano Steinofen Pizza Edelsalami, 3 Stück" von Netto und die "K-Classic Pizza aus dem Steinofen Edel-Salami, 3 Stück" von Kaufland.

Quelle: ntv.de, awi