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Coronakrise drückt Preise weiter Heizöl und Sprit günstig wie lange nicht

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Seit fast sechs Jahren waren Benzin und Diesel nicht mehr so günstig zu haben wie jetzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Coronakrise drückt die Spritpreise immer tiefer nach unten. Im März waren Benzin und Diesel so günstig wie zuletzt im August 2016. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Auch der Heizölpreis hat am 1. April einen neuen Tiefststand erreicht.

Die Coronakrise macht sich immer mehr bei den Spritpreisen bemerkbar. Die Auswirkungen der Pandemie und die Angst vor den Folgen lassen die Nachfrage sinken, gleichzeitig gibt es am Weltmarkt ein großes Überangebot an Rohöl. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell weniger als 23 Dollar, rund 5 Dollar weniger als im Januar 2016. Seit Jahresanfang stürzte der Rohölpreis um knapp 45 Dollar ab.

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Laut ADAC kostete in Deutschland ein Liter Super E10 im März durchschnittlich 1,283 Euro, das sind zehn Cent weniger als im Februar. Diesel verbilligte sich um 8,5 Cent auf 1,154 Euro pro Liter. Auch im Wochenvergleich ging es mit den Spritpreisen bergab. Super E10 verbilligte sich um 1,7 Cent auf durchschnittlich 1,217 Euro, Diesel um 0,9 Cent auf 1,115 Euro. Am teuersten war Super E10 am 21. Mai 2019, der Dieselpreis hatte seinen Höhepunkt am 7. Januar mit durchschnittlich 1,336 Euro.

Während es derzeit wenig Möglichkeiten gibt, einen Tank leerzufahren, hat die Situation für Hausbesitzer größere Vorteile, da die Heizperiode zu Ende geht und die Vorräte langsam zur Neige gehen dürften - Krise hin oder her. Vor einem Jahr kosteten laut Tanke-guenstig.de 100 Liter rund 71 Euro, Anfang des Jahres waren es noch etwa 70 Euro. Jetzt liegt der Liter Heizöl bei rund 55 Euro.

Wahrscheinlich geht's noch tiefer runter

Die Frage ist, ob man jetzt zuschlagen soll oder weiter auf sinkende Preise setzt. Die Verbraucherzentrale geht davon aus, dass der Ölmarkt in den kommenden Monaten weiter von einem massiven Überangebot bestimmt wird - "sogar dann, wenn sich die ölfördernden Staaten einigen". Ein Umkehrtrend ist jedenfalls nicht in Sicht. Im Gegenteil: Der Preis für ein Barrel Brent-Öl stürzt seit dem 22. Februar von fast 60 Dollar nahezu ungebremst nach unten. Hausbesitzer, die noch genug im Tank haben, können also ohne Druck abwarten, ob Heizöl in den kommenden Tagen und Wochen noch günstiger wird.

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Dies sieht der ADAC auch bei den Spritpreisen so. Angesichts der niedrigen Dotierungen bestehe Spielraum für einen weiteren Rückgang, schreibt er. "Auch wenn die Rohölnotierungen die Kraftstoffpreise wegen der Energiesteuer und anderer Komponenten nicht allein beeinflussen, ist die Vergünstigung am Rohölmarkt noch nicht in vollem Umfang bei den Verbrauchern angekommen. Dies geschieht erst dann, wenn der Wettbewerbsdruck auf dem Kraftstoffmarkt dies erzwingt."

Quelle: ntv.de, kwe