Ratgeber

Über ein Prozent möglich Hier gibt es die besten Festgeldzinsen

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Ein bisschen was gibt es zu holen ...

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Die Inflation erreicht immer neue Höhen, doch der Leitzins im Euroraum bleibt bei null Prozent. Für Sparer sind das schlechte Nachrichten. Dennoch gibt es noch Banken, die Zinsen zahlen, statt Negativzinsen zu verlangen.

Niedrige Zinsen sind nie schön. Sie lassen sich aber halbwegs verkraften, wenn die Preise stabil sind - und das Vermögen nicht schon deshalb schrumpft, weil es auf einem Bankkonto liegt. Das allerdings ist in Deutschland schon lange nicht mehr der Fall.

Nicht nur die Teuerungsrate hat im vergangenen Jahr dramatisch angezogen, sondern auch die Zahl der Banken, die von ihren Kunden - teils schon ab dem ersten Euro - bis zu 0,5 Prozent Negativzinsen auf Tagesgeld- oder Girokonten verlangen. Aus Sicht der Banken ist das nachvollziehbar. Erstens wollen sie die Strafzinsen der EZB an ihre Kunden weitergeben. Zudem besteht die realistische Chance, dass Sparer die verlustträchtigen Anlagen gegen andere Investments eintauschen - idealerweise solche, die der Bank ansehnliche Provision bescheren. Doch was tun all jene, die das Risiko des Kapitalmarkts scheuen und vor allem auf Sicherheiten setzen?

Genau, auf Festgeld setzen. Üppige Erträge können sie gerade nicht erwirtschaften. Wer jedoch sein Geld für eine gewisse Zeit entbehren kann, erhält auf Festgeldkonten immer noch einen vertretbaren Habenzins. Für einen Inflationsausgleich reicht es zwar (gerade in der aktuellen Zeit) bei weitem nicht. Wer aber statt 0,5 Prozent Strafzinsen (Verwahrentgelt) zu bezahlen 0,3 Prozent im Jahr bekommt, spürt den Unterschied dennoch: Bei einem Anlagebetrag von 50.000 Euro macht dies 400 Euro aus - statt 250 Euro Verwahrentgelt zu zahlen, bekommt der Kunde 150 Euro gutgeschrieben. Doch welche Banken sind beim Festgeld zu empfehlen?

Über ein Prozent Zinsen sind drin

Um das herauszufinden, hat die FMH-Finanzberatung im Auftrag von ntv ermittelt, welche Institute in den vergangenen zwölf Monaten im Durchschnitt die besten Festgeldzinsen angeboten haben. Die Frankfurter Experten werteten dabei die Konditionen für Festgeldanlagen zwischen einem und vier Jahren aus. Länger sollten Kunden sich derzeit nicht festlegen, da Zinserhöhungen innerhalb der nächsten Jahre keineswegs ausgeschlossen sind und Kunden sich sonst die Möglichkeit nehmen würden, in eine lukrativere Anlageform zu wechseln, so die Experten.

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Die Ergebnisse sind laut FMH besser als erwartet: Selbst Kunden, die maximale Sicherheit wünschen und daher die deutsche Einlagensicherung wählen, die bei Bankenpleiten auch Summen jenseits der 100.000-Euro-Marke ersetzt, können durchaus akzeptable Zinsen erhalten.

Wer weniger als 100.000 Euro anlegen will, kann zu europäischen Banken mit Niederlassungen in Deutschland gehen oder sich an Vermittler wie Weltsparen oder Zinspilot wenden. Hier gilt zwar "nur" die EU-weite Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Dafür aber erhalten Kunden bessere Zinsen - vor allem, wenn das Land, in dem die Bank ihren Sitz hat, etwas schlechter gerankt ist. Dieses Anlagekriterium wird im Festgeldvergleich berücksichtigt.

Die Top 3 Banken mit erweiterter Einlagensicherung sind: ISBANK, Ford Bank GmbH und die abcbank. In der Rubrik mit gesetzlicher Einlagensicherung finden sich: Bigbank, Klarna, Sberbank und Credit Europe Bank. Bei den Banken, die nur über Vermittler erreicht werden können und die höchsten Zinsen bieten, sind es J&T Banka, die Haitong Bank und die Banca Progetto.

Sind Sie auf der Suche nach den besten Zinsen? Hier direkt zum Tagesgeldvergleich und hier zum Festgeldvergleich.

Quelle: ntv.de, awi

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