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Risikolebensversicherung im Test Hier gibt's Hunderte Euro im Jahr zu sparen

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Wer eine Risikolebensversicherung abschließt, will seine Familie im Todesfall absichern. Dafür genügt ein preiswerter Vertrag.

(Foto: imago/Panthermedia)

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Wer seine Angehörigen finanziell absichern möchte, sollte über eine Risikolebensversicherung nachdenken. Die leistet zwar nur im Todesfall des Versicherten, dafür ist der Schutz vergleichsweise günstig zu haben. Unter den Policen gibt es allerdings enorme Preisunterschiede, wie Finanztest feststellt.

Angehörige für den Fall des eigenen Todes finanziell mit einer Risikolebensversicherung abzusichern, muss nicht teuer sein und ist für Familien, Immobilienkäufer oder Alleinerziehende sinnvoll. Bei den Angeboten gibt es jedoch enorme Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern, wie Finanztest bei der Untersuchung von 85 Policen festgestellt hat.

So kosten teure Tarife mehr als dreimal so viel wie die günstigen Angebote der Untersuchung. Wer Preise vergleicht, kann also Hunderte Euro im Jahr sparen. "Relevante Leistungsunterschiede haben wir dagegen nicht festgestellt. Jeder Tarif im Test bietet ausreichend Schutz - auch ohne teure Extras", so Holger Rohde von Finanztest.

Grundsätzlich gilt bei Risikolebensversicherungen, dass die Versicherungssumme hoch genug gewählt sein sollte, um damit im Todesfall die Angehörigen finanziell abzusichern. Als Faustregel gilt, das Jahresbruttoeinkommen mit dem Drei- bis Fünffachen zu multiplizieren. Wer ein Darlehen laufen hat, sollte dies zusätzlich obendrauf rechnen. Verdient ein Hauptverdiener also zum Beispiel pro Jahr 50.000 Euro, so sollte die Versicherungssumme bei 250.000 Euro liegen. Hat er ein Darlehen über 25.000 Euro aufgenommen, wären es 275.000 Euro.

Antrag unbedingt wahrheitsgemäß ausfüllen

Von der Versicherungssumme hängt maßgeblich ab, wie viel die Police kostet: Für eine Modellkundin (Abteilungsleiterin), die bei Vertragsabschluss 35 Jahre alt ist, wurde eine Versicherungssumme in Höhe von 450.000 Euro gewählt. Sie bekommt den günstigsten Schutz für rund 433 Euro im Jahr (Ergo, Risikolebensversicherung). Der Modellkunde, ein Dachdecker, der eine Versicherungssumme in Höhe von 300.000 Euro wählt, bekommt den günstigsten Schutz für rund 233 Euro im Jahr (Hannoversche, T1 N10-Basis). Da sich nicht nur die Versicherungssummen der beiden Modellkunden unterscheiden, sondern auch ihre Berufe, sind die Beiträge aber nicht miteinander vergleichbar.

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In der Regel können Versicherte nur bei einem konkreten Anlass die Versicherungssumme anpassen. Als Gründe zählen hier meist Ereignisse wie Hochzeit, Geburt eines Kindes oder eine Gehaltserhöhung. Die Bedingungen dieser sogenannten Nachversicherungsgarantie unterscheiden sich je nach Anbieter vor allem in der Art der konkreten Ereignisse. Viele Tarife enthalten die Nachversicherungsgarantie mittlerweile automatisch. Bei Versicherern, die in Basis- und Premiumtarife unterscheiden, steckt sie teilweise nur in dem teureren Tarif.

Zu beachten ist auch, dass die Assekuranzen oft Aufschläge für Risikofaktoren verlangen. Hierzu zählt auch der Gesundheitszustand. Der entsprechende Fragebogen ist unbedingt wahrheitsgemäß auszufüllen. Werden Leiden verschwiegen, kann der Versicherer später die Leistung verweigern. Zudem können gefährliche Berufe, das Alter und das Gewicht die Höhe der Beiträge beeinflussen, genauso, wenn der Versicherte raucht. Für sie sind die Beiträge laut einer früheren Untersuchung von "Finanztest" mitunter dreimal so hoch wie für Nichtraucher.

Quelle: ntv.de, awi

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