Ratgeber
Dienstag, 21. April 2015

Ein Zug wird kommen ...: Hier ist der Notfallfahrplan für Bahnkunden

Von Axel Witte

Auch wenn ab Mittwoch Millionen Reisende wegen des Streiks der Lokführergewerkschaft GDL mit Ausfällen bei der Bahn rechnen müssen, verkehren Züge. Informationen darüber, wo und wann mit ihnen zu rechnen ist, gibt es hier.

Unklar, ob auch in Lummerland gestreikt wird.
Unklar, ob auch in Lummerland gestreikt wird.(Foto: imago stock&people)

Wer trotz des erneuten Streiks der Lokführergewerkschaft GDL partout nicht auf die Nutzung der Deutschen Bahn verzichten möchte oder kann, für den versucht das Unternehmen, mindestens ein Drittel des normalen Angebotes aufrechtzuerhalten.

Die Züge des Personen-Fernverkehrs verkehren demnach mit Streikbeginn am Mittwoch, 22. April 02.00 Uhr, nach einem Ersatzfahrplan, der bis einschließlich Donnerstag, den 23. April 21.00 Uhr, gilt. Darüber hinaus bietet die Bahn noch eine Live-Auskunft an, wo geplante Verbindungen abgefragt werden können. Somit gilt dieser Ersatzfahrplan ganztägig am Mittwoch und Donnerstag. Mit diesem Fahrplan versucht die Bahn trotz des angekündigten bundesweiten Streiks so viele Reisende wie möglich ans Ziel zu bringen. Weitere Informationen dazu gibt es auch im Netz unter bahn.de/aktuell und über die Smartphone-App DB Navigator.

Telefonische Infos gibt es über die kostenfreie Servicenummer 08000-996633. Zusätzlich steht die allgemeine, gebührenpflichtigen Servicenummer 0180-6996633(01806/996633 (20 Cent pro Anruf aus dem Festnetz/ Mobil maximal 60 Cent) zur Verfügung.

Hoffnung auch für S-Bahn-Nutzer

Für Züge des Nahverkehrs finden Kunden ebenfalls Informationen unter bahn.de/aktuell. Auch die jeweiligen S-Bahnen bieten auf ihren Internet-Seiten Informationen zu ihren Notfahrplänen an, um die sich die Bahn in allen S-Bahn-Städten bemüht.

So sollen die Züge in Berlin auf den Linien S1, S2, S3, S5, S7, S9, S25, S46 immerhin im 20-Minuten-Takt verkehren.

In Hamburg sollen die Stammlinien S1, S3, S21 und S31 im 20 bis 30-Minuten-Takt bedient werden. Die S-Bahn München gab bekannt, alle Linien zumindest im 60-Minuten-Takt zu befahren.

Die Bahn weist daraufhin hin, dass Fahrgäste unbedingt großzügige Zeitpuffer in ihre Reiseplanung einplanen sollten, um ihr Ziel oder eventuelle Anschlüsse sicher zu erreichen. Wer schon eine Reise gebucht hat und sie aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten nicht wie geplant durchführen kann, bekommt die Fahrkarte und Reservierung innerhalb von sechs Monaten im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen und bei Online-Tickets über bahn.de kostenlos erstattet.

Wer dennoch die geplante Reise antritt und mindestens mit einer Stunde Verspätung ans Ziel gelangt, dem steht eine Entschädigung von 25 Prozent des Fahrpreises zu. Bei zwei Stunden Verspätung sind es 50 Prozent. Der Aufpreis für den ICE-Sprinter wird schon ab 30 Minuten Verspätung erstattet.

Dabei kann sich die Deutsche Bahn bei einem Streik nicht auf höhere Gewalt berufen, wie der Europäische Gerichtshof entschieden hat (Az.: C-509/11). Das entsprechende Beschwerdeformular, um die Ansprüche geltend zu machen, ist in den Servicezentren der Deutschen Bahn oder online erhältlich (fahrgastrechte.info).

Quelle: n-tv.de