Ratgeber

Bis Ende März Krankschreibung per Telefon verlängert

Ein Mann hält der AOK in der Hand, während er am Telefon eine Nummer wählt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden sind wegen der Corona-Lage auch über den Jahreswechsel hinaus bundesweit möglich. Somit soll das Infektionsrisiko bei einem persönlichen Kontakt vermieden werden.

Krankschreibungen wegen leichter Erkältungsbeschwerden bleiben wegen der andauernden Corona-Krise bis ins neue Jahr hinein auch telefonisch ohne Praxisbesuch möglich. Die Sonderregelung wird nochmals bis Ende März verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken beschloss. Dies soll unnötige Kontakte reduzieren, um das Infektionsrisiko zu senken.

Krankschreibungen per Telefon sind damit weiterhin für bis zu sieben Tage möglich und können für weitere sieben Kalendertage verlängert werden. Ärztinnen und Ärzte müssen sich dafür durch "eingehende telefonische Befragung" persönlich vom gesundheitlichen Zustand überzeugen.

Die bisherige Sonderregelung lief bis Jahresende. Bis Ende März können Kliniken nun auch wieder von Vorgaben zu einer Mindestbesetzung mit Pflegefachkräften in bestimmten Stationen abweichen, wie der Bundesausschuss beschloss. Bis dahin soll in den Kliniken zudem auf bestimmte Kontrollen durch den Medizinischen Dienst verzichtet werden. Die Beschlüsse leisteten einen Beitrag, um Krankenhäuser und Arztpraxen zu entlasten und zugleich Patientinnen und Patienten zu schützen, sagte der Vorsitzende Josef Hecken. Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich.

Keine Änderung bei den Fristen

Mehr zum Thema

Entgegen der Krankschreibung per Video muss der Patient bei der Telefon-Krankschreibung nicht schon in der Praxis bekannt sein. Patienten haben allerdings auch keinen Anspruch auf die Telefon-Krankschreibung. Zudem liegt es im Ermessen des Arztes, ob er den Patienten doch noch für eine persönliche Untersuchung in die Praxis bestellt oder nicht.

An den Fristen, bis wann der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit mitteilen muss, ändert sich nichts. Dies ist nach wie vor "unverzüglich" zu tun. Die Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung muss spätestens nach dem dritten Tag der Arbeitsunfähigkeit beim Arbeitgeber sein. Abgesehen davon darf der Arbeitgeber aktuell von der gesetzlichen Regelung abweichen und von Arbeitnehmern schon ab dem ersten Tag eine Bescheinigung verlangen oder im Arbeitsvertrag eine andere Frist festlegen. Hier muss sich der Arbeitnehmer erkundigen, was für ihn gilt.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen