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Kurz vor dem Urlaub Last-Minute-Tipps gegen Einbrecher

Was wirklich gegen Einbrecher hilft? Ihnen mit allerlei Hilfsmitteln das Gefühl geben, dass man auf sie und ihren Angriff vorbereitet ist. Das schreckt ab. Foto: Bodo Marks

Auch das kann helfen: Einbrechern mit allerlei Hilfsmitteln das Gefühl geben, dass man auf sie und ihren Angriff vorbereitet ist.

(Foto: dpa-tmn)

Der Urlaub steht vor der Tür. Doch leider ist die schönste Zeit des Jahres auch ein Fest für Einbrecher. Denn meist ist es für sie leicht zu erkennen, dass die Bewohner ausgeflogen sind. Doch das lässt sich ändern.

Auch wenn die Gedanken schon in die Ferne schweifen: Urlauber sind gut beraten, vor den Ferien ihr Zuhause auf eine längere Abwesenheit vorzubereiten. Insbesondere in Hinblick darauf, etwaige Einbrecher abzuschrecken.

Zwar haben viele Menschen in Deutschland Angst vor Einbrechern - dennoch weisen die Sicherungsmaßnahmen gegen die ungebetenen Gäste meist eklatante Sicherheitslücken auf. Insbesondere der mechanische Einbrecherschutz wird vernachlässigt. Aus dem Einbruch-Report 2017 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft geht hervor, dass etwa nur ein Viertel der Bewohner ihre Wohnung beziehungsweise ihr Haus mit abschließbaren Fenstergriffen, zusätzlichen Sicherungen an Balkon- oder Terrassentüren oder einem zweiten Türschloss ausgestattet hat. Tatsächlich scheitert aber jeder dritte Einbruchsversuch an einer entsprechenden Absicherung. Und diese ist zum Teil schon mit einfachen Maßnahmen möglich. Zudem werden Sicherungsmaßnahmen mitunter sogar staatlich bezuschusst.

Nun, für die eine oder andere Baumaßnahme dürfte es so kurz vor den Ferien etwas zu spät sein. Dennoch kann man noch einige Dinge tun, um ungebetene Gäste von Haus oder Wohnung fernzuhalten.

Los geht's:

Briefkasten leer halten

Ob eine Immobilie für einen Raubzug taugt, erkennen Einbrecher meist schon an der Eingangstür. Denn Kriminelle achten auf überquellende Briefkästen, die darauf hinweisen, dass Wohnungen vorübergehend unbewohnt sind. Nachbarn oder Bekannte sollten damit beauftragt werden, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Wer niemanden hat, kann auch bei Briefe und Postkarten einlagern lassen. Die für Gebühren hierfür betragen um die zehn bis zwölf Euro. Die Deutsche Post rät, mindestens fünf Werktage vor dem Urlaub den Dienst zu beauftragen. Ausgenommen von diesem Service sind allerdings Pakete und Päckchen sowie Briefsendungen mit Nachnahme und manche Arten von Einschreiben.

Es werde Licht

Diebe operieren gerne in der Dunkelheit; diese verrät ihnen auch, dass die Bewohner nicht daheim sind. Ein gut ausgeleuchtetes Haus wird seltener von Kriminellen heimgesucht als ein dunkles. Hier können zum einen Bewegungsmelder helfen, die an Leuchten am Hauseingang, Gartenweg und Kellerabgang die Eindringlinge verraten.

Mit einer Zeitschaltuhr lässt sich die Anwesenheit der Bewohner vortäuschen - indem zu einem bestimmten Zeitpunkt in verschiedenen Räumen das Licht ein- und später ausgeschaltet wird. Dabei wird das Gerät zwischen Steckdose und Lampe gesteckt und so programmiert, dass das Licht zu einem bestimmten Zeitpunkt angeht. Allerdings sollte der Zeitplan nicht jeden Tag nach demselben Muster ablaufen. Besser ist es, verschiedene Varianten einzustellen.

Laut geben

Neben Licht schrecken auch Geräusche Einbrecher ab. Auch hier lässt sich via Zeitschaltuhr das Radio, die Stereoanlage oder der Fernseher zu bestimmten Zeiten an- und abschalten.  

Mülleimer leeren

Passt nicht ganz zum Thema, sollte aber keinesfalls vergessen werden: das Ausleeren der Mülleimers vor der Abwesenheit. Ansonsten erwartet dem Urlauber bei seiner Rückkehr nicht nur ein widerlicher Gestank, sondern eventuell auch Eindringlinge der anderen Art - in Form von Maden.

Quelle: n-tv.de

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