Ratgeber

Fehler bei der Aktienanlage Mehr Rendite durch einfache Regeln

Aktien gehören ins Depot - auch wenn es derzeit ordentlich rumst an den Börsen. Selten waren sich Börsenexperten und Verbraucherschützer so einig wie derzeit. Doch damit das Investment nicht wieder zum Fiasko wird, gilt es klassische Fehler zu vermeiden.

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Langfristig kann die "Buy-and-hold-Strategie" überzeugen.

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Deutsche Sparer reagieren trotz besseren Wissens nicht adäquat auf die derzeitige Niedrigzinsphase. Obwohl laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung rund 70 Prozent der Deutschen Sparbuch und Tagesgeldkonten für unattraktiv halten, lassen sie dennoch 37 Prozent ihres Geldvermögens genau dort versauern. Was wiederum durch den Einbruch der Zinseinkünfte in den letzten fünf Jahren zu einem Verlust von insgesamt 190 Milliarden Euro geführt hat.

Die Lösung des Problems ist eigentlich einfach. Wer langfristig eine ordentliche Rendite erzielen möchte, muss auch am Kapitalmarkt investiert sein, sprich: ein Teil des Ersparten sollte in Aktien angelegt werden, so Ökotest

Doch die Erinnerungen an vergangene Börsenabstürze wirken abschreckend. Dabei lassen sich mit einem langfristigen Anlagehorizont und der Vermeidung der nachfolgend genannten Fehler Verlustrisiken deutlich reduzieren.

Historische Renditen

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass die Gewinner von gestern auch zu denen von morgen zählen müssen. Für die Prognose bei Fonds und anderen Geldanlagen ist die Vergangenheitsperformance nur bedingt geeignet. Anleger sollten vielmehr auf ihre persönliche Risikoneigung und die Chancen, die dem Markt oder der Branche insgesamt eingeräumt werden, achten. 

Kosten unterschätzen 

Hohe Ausgabeaufschläge, üppige Verwaltungsgebühren und eventuell anfallende, Gewinnbeteiligungen können auch die besten Renditen empfindlich schmälern. Denn jeder Cent, den Anbieter und/oder Verwalter bekommen, muss erst einmal verdient werden, bevor der Sparer profitiert. Anlagen mit vergleichsweise niedrigen Kosten sind vorzuziehen.

Kursprognosen vertrauen

Kein noch so hoch gehandelter Experte besitzt eine Glaskugel, mit der er zukünftige Wertentwicklungen verlässlich vorhersagen kann. Das kann auch kein Computerprogramm oder keine Chartanalyse. Über die Auswahl der Anlagen und die Gewichtung von Aktien und Anleihen sollte deshalb nur die persönliche Risikoneigung und Einschätzung entscheiden. Wer zudem auf passive Investments wie ETFs setzt, verdient oder verliert immer so viel wie der entsprechende Markt.

Häufiges Umschichten

"Hin und her macht Taschen leer" - alte Weisheit, immer noch richtig. Wer jedem neuen Trend folgt oder jeder Prognose Rechnung trägt, schichtet viel zu häufig sein Depot um. Denn aktive Anlagestrategien verursachen viel zu hohe Kosten, um wirklich erfolgreich sein zu können. Langfristig kann nur die "Buy-and-Hold-Strategie" überzeugen. Dabei wird der einmal gewählte Anlagemix über Jahre hinaus unverändert beibehalten. Lediglich die Chance-Risiko-Mischung muss einmal jährlich überprüft werden und auf die anfänglich gewählte Gewichtung zurückjustiert werden. 

Bester Einstiegszeitpunkt

Da nichts und niemand die Entwicklung von Märkten vorhersagen kann, gilt dies auch für den richtigen Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkt. Mehr Sinn als hier zu spekulieren hat es, regelmäßig in Form von Sparplänen zu investieren oder größere Anlagesummen aufzuteilen und zu verschiedenen Zeitpunkten das Geld zu investieren.    

Quelle: n-tv.de, awi

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