Ratgeber

Frist läuft in zwei Wochen ab Noch immer fehlen Millionen Grundsteuererklärungen

69f21bc68d3fd9f7db71d3827ec97f1a.jpg

Jeder Eigenheimbesitzer ist zur Abgabe bestimmter Informationen verpflichtet - eigentlich bis zum 31. Januar.

(Foto: dpa)

Artikel anhören
Diese Audioversion wurde mit Sprachproben unserer Moderatoren künstlich generiert.
Wir freuen uns über Ihr Feedback zu diesem Angebot.

Die ohnehin schon einmal um drei Monate verlängerte Frist zur Abgabe der Grundsteuererklärung werden absehbar Millionen Deutsche reißen. In zwei Wochen läuft sie ab, und es liegen erst 57,4 Prozent der Erklärungen vor. Wer säumig bleibt, bekommt demnächst Post und muss im Zweifel draufzahlen.

Knapp zwei Wochen vor Fristende hat sich die Quote bei der Abgabe der Grundsteuererklärung noch immer nicht merklich erhöht. Wie das "Handelsblatt" unter Verweis auf das Bundesfinanzministerium berichtete, gingen bis einschließlich Dienstag erst 57,4 Prozent der abzugebenden Erklärungen bei den Finanzämtern ein. Für die geplante Grundsteuerreform müssen knapp 36 Millionen Immobilien neu bewertet werden.

Zu Jahresbeginn hatte noch rund die Hälfte der Grundsteuererklärungen gefehlt, die Frist läuft am 31. Januar aus. Bund und Länder hatten die Frist bereits um drei Monate verlängert - zunächst galt sie bis zum 31. Oktober. Eine erneute Fristverlängerung soll es nicht geben, auch wenn etwa die Unionsparteien dies zuletzt forderten.

Mehr zum Thema

"Der nächste Schritt wird ein Erinnerungsschreiben der Finanzverwaltung sein, in dem die Betroffenen nochmals explizit aufgefordert werden, die Grundsteuererklärung abzugeben", sagte der Chef der Steuergewerkschaft, Florian Köbler, dem "Handelsblatt". Bei Nichtabgabe oder verspäteter Abgabe der Grundsteuererklärung kann ein Verspätungszuschlag festgesetzt werden. Außerdem kann das Finanzamt bei Nichtabgabe der Erklärung die Besteuerungsgrundlagen schätzen. In beiden Fällen bleibt die Pflicht zur Abgabe bestehen.

Im Zuge der Grundsteuerreform müssen bundesweit Millionen Grundstücke neu bewertet werden. Besitzer von Häusern, Wohnungen und Grundstücken müssen für die Erklärung eine Reihe von Daten übermitteln. Die Feststellungserklärung muss in elektronischer Form bei der Finanzverwaltung abgegeben werden. Die Papierform ist in Ausnahmefällen möglich, braucht aber länger.

Quelle: ntv.de, jog/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen