Ratgeber

Bio-Öl "ungenügend" Nur ein Sonnenblumenöl ist "sehr gut"

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Sonnenblumenöl ist manchmal mit Mineralöl verunreinigt.

(Foto: imago images/Panthermedia)

Sonnenblumenöl lässt sich vielseitig verwenden: zum Backen, Braten oder für Salat. Viele Sonnenblumenöle enthalten aber nicht nur wertvolle Vitamine und Nährstoffe, sondern auch unerwünschte Inhaltsstoffe. Öko-Test verrät, welche Öle ins Essen dürfen.

Sonnenblumenöl passt in viele Gerichte und ist reich an Vitamin E. Es wird auch oft als Alternative zu Raps- und Olivenöl verwendet. Doch es ist auch oft mit Mineralöl verunreinigt. Darum erreicht nur ein einziges der 21 Produkte im Öko-Test die Bestnote "sehr gut".

Kaltgepresst (nativ) ist Sonnenblumenöl recht geschmackvoll, und zwar mit einer saatigen, kernigen, nussigen, holzigen oder fruchtig-süßen Note. Es gibt Sonnenblumenöl auch raffiniert - es ist dann hitzebeständiger und eignet sich so besser zum Braten, ist aber geschmacklich eher neutral.

Einmal "sehr gut", neunmal "gut"

Öko-Test hat alle untersuchten Produkte auf ihre Sensorik (Geschmack, Geruch, Aussehen) geprüft und im Labor auf Schadstoffe untersucht. Dabei hat das "Bio Planète Sonnenblumenöl nativ classic" (6,98 Euro pro Liter) als einziges Produkt das Gesamturteil "sehr gut" erhalten. In dem nativen Öl aus französischem Anbaugebiet ist im Labor nur ein äußerst geringer Mineralölbestandteil gefunden worden, in allen anderen Ölen war der Anteil mindestens leicht erhöht. Die höchsten Gehalte wurden in raffinierten Ölen der Nestlé-Marke Thomy und der Penny-Eigenmarke gefunden.

Neun Mal hat Öko-Test zudem die Note "gut" vergeben. Darunter diese Produkte zwischen 1,39 Euro und 3,78 Euro pro Liter: "K-Classic Reines Sonnenblumenöl", "Rewe Bio Sonnenblumenöl nativ" und "Alnatura Sonnenblumenöl nativ".

Testverlierer mit Schimmelpilzgift

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Sechs Öle landen mit der Note "befriedigend" im Mittelfeld, doch es gibt auch klare Verlierer. Das "Gut Bio Sonnenblumenöl nativ kaltgepresst" fiel durch einen leicht stichigen Geschmack beim Sensorik-Test auf und zeigte einen erhöhten Gehalt der als krebserregend eingestuften polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese wurden auch im "Denree Sonnenblumenöl kalt gepresst" nachgewiesen, für beide Sonnenblumenöle gab es folglich die Note "mangelhaft".

Im "Dm Bio Sonnenblumenöl kaltgepresst, Naturland" hat Öko-Test Rückstände eines Schimmelpilzgifts gefunden. Das Öl erhält deswegen sogar das Gesamturteil "ungenügend" und ist dadurch der Testverlierer.

Quelle: ntv.de, awi

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