Ratgeber

Grünes Gold Olivenöl: Testsieger kommt vom Discounter

imago93030553h.jpg

(Foto: imago images / Panthermedia)

Noch ist es frisch in Deutschland. Da kann eine mediterrane Ernährung für warme Gedanken sorgen. Unverzichtbarer Protagonist einer solchen Kost ist Olivenöl. Das sollte dann auch schmecken und von guter Qualität sein. Immerhin neun Öle kann Warentest empfehlen.

Fast eine halbe Milliarde Olivenbäume stehen auf dem Boden der Europäischen Union - hauptsächlich rund um das Mittelmeer. Am meisten Öl stellen aus diesen Beständen die Spanier mit einem Anteil von gut 40 Prozent her, gefolgt von Italien (25 Prozent) und Griechenland (18 Prozent).

Und auch beim Verzehr liegt Südeuropa an der Spitze. Allen voran die Griechen, deren Pro-Kopf-und-Jahr-Verbrauch bei rund 20 Litern liegen soll. Der Durchschnittsdeutsche bringt es im selben Zeitraum gerade einmal auf knapp einen Liter. Doch egal wie viel und wofür, auch beim hier im Supermarkt zu erwerbenden Olivenöl sollte die Qualität stimmen und es auch schmecken. Und immerhin, bei der diesjährigen Untersuchung von 28 Produkten der Güteklasse "nativ extra" kann die Stiftung Warentest sechs Olivenöle für den Alltag und drei für Feinschmecker empfehlen - zu Preisen zwischen 4,80 und 45 Euro je Liter.  

Zweimal "mangelhaft"

Allerdings findet sich im Test auch viel Mittelmaß. Oder schlechter. Zwei Öle in der Unterhaltung erhalten ein "mangelhaft". So bemängelten die Tester beim "Classico Natives Olivenöl extra" von Filippo Berio etwa die sensorische Qualität. Die Ware wurde für ranzig und oxidiert befunden und zudem als deutlich schadstoffbelastet. Noch schlimmer fällt der Befund beim "DOP Oli D'Oliva Verge Extra" von Solivellas aus. Warentest findet hier neben einer hohen Schadstoffbelastung auch gravierende Kennzeichnungsmängel.

Erfreulicher ist da die Bewertung des preiswerten Testsiegers. Das "Bio Natives Olivenöl extra" von Aldi Süd kann sowohl beim Geschmack, einer befriedigenden Schadstoff-Bilanz, als vor allem auch beim Preis überzeugen. Mit gerade einmal 6,15 Euro pro Liter, ist das Öl das günstigste unter den für gut befundenen Produkten (Note 2,3). Aber auch das "Primadonna Bio Natives Olivenöl Extra" von Lidl in Bio-Qualität, steht dem nicht nach - nur, dass es 5 Cent pro Liter teurer ist und hier sogar noch weniger Schadstoffe nachgewiesen werden konnten. Als genauso gut befunden und für 8,60 Euro pro Liter zu haben, ist das "Gentile Natives Olivenöl extra" von Bertolli (beide Note 2,3).

Noten von Tomatenstrauch, Gras, Blättern und grünem Apfel

ANZEIGE
Castillo de Canena Picual Biodinamico - biodynamisches, natives Olivenöl extra, 500 g
19,88 €
*Datenschutz

Wer es vor allem auf eine hervorragende Sensorik abgesehen hat und auch über das nötige Kleingeld verfügt, kann sich mit intensiven Noten von Tomatenstrauch, frischem Gras, grünen Blättern und grünen Apfel am "Extra virgin Olive oil" von Castillo des Canena erfreuen. Für allerdings auch 45 Euro pro Liter. In der Gesamtbewertung erhält das geschmacklich sehr gut ausgewogene Produkt dann aber dieselbe Note wie die oben genannten guten Öle. 

Übrigens: Das beliebteste Öl hierzulande ist nicht Oliven-, sondern das heimische Rapsöl, gefolgt von der Essenz der Sonnenblume. Erst dann kommt das grüne Gold aus dem Mittelmeerraum.

Quelle: ntv.de, awi