Ratgeber

Öko-Test putzt die Nasszelle Diese Badreiniger können überzeugen

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Die Auswahl an Badreinigern ist recht groß.

(Foto: imago stock&people)

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Putzen ist nicht jedermanns Sache. Auch wenn es ums Badezimmer geht, hält sich der Andrang an Freiwilligen in Grenzen. Wer dennoch zum Reiniger greift, sollte dann zumindest mit einem sauberen Ergebnis belohnt werden. Öko-Test weiß, welche Mittel sich eignen.

So mancher sieht in einem sauberen Badezimmer die Visitenkarte des Bewohners. Damit das klappt, muss nicht nur regelmäßig die Nasszelle gereinigt werden, sondern dann auch der Badreiniger verwendet werden, damit die Mühe nicht umsonst ist, und der eine oder andere Besucher nicht doch die Nase rümpft.

Öko-Test hat 20 Badreiniger ohne Chlor untersucht. Darunter bekannte Marken sowie Eigenmarken aus Supermärkten und Discountern. Dabei handelte es sich um 18 flüssige Produkte in Sprühflaschen und zwei in Tab- beziehungsweise Pulverform, die Verbraucher selbst mit Wasser zum Badreiniger verdünnen. Bezogen auf einen Liter Reiniger werden für die Reiniger zwischen 0,95 Cent und 7,98 Euro fällig.

Unter anderem Milch,- Ameisen- oder Zitronensäure im Einsatz

In der Praxis müssen es die Reiniger mit hartnäckigem Schmutz aufnehmen. Nicht nur mit den Kalkablagerungen, die hartes Wasser auf Waschbecken und Armaturen hinterlässt oder den Rück­ständen von Hautfett, sondern es gilt auch "Kalkseifen" zu entfernen, die entstehen, wenn sich Seifenreste mit kalk­haltigem Wasser verbinden. Gleichzeitig sollen die Putzmittel aber möglichst keine Schäden auf empfindlicher Badkeramik, Glas oder Kunststoffen hinterlassen. Ein Badreiniger unterscheidet sich von ei­nem Allzweckputzmittel vor allem durch seinen höheren Anteil an Säuren (beispielsweise Milch,- Ameisen- oder Zitronensäure), die es braucht, um die benannten Schmutzherde zu beseitigen.

Um zu überprüfen, ob die Reiniger halten, was sie versprechen, führte ein dafür spezialisiertes Labor einen umfangreichen Praxistest auf Grundlage der Empfehlungen zur Qualitätsbewertung des Industrieverbands für Körperpflege- und Waschmittel (IKW) durch. Um das Kalklösevermögen zu überprüfen, mussten Marmorplatten herhalten. Diese wurden mit eingefärbter Schmutzlösung verunreinigt und in die Reiniger eingetaucht.

Auch sehr günstige Testsieger unter den Badreinigern

Ergebnis? So lala. Immerhin konnten nicht allzu viele problematische Inhalts­stoffe nachgewiesen werden. 13 Badreini­ger wurden mit "gut" bewertet, 6 mit "be­friedigend". Die schlechteste Note ist "ausreichend". Sie bekommt ausgerechnet ein Putzmittel mit ökologischem Anspruch. Der "Eco2pur Bad- & WC-Reiniger Lavendel" hat mit seinen Tabs zum Nachmischen zwar ein gutes Verpackungskonzept, schmiert aber in der Praxisprüfung ab. Genau wie "Meister Proper Badreiniger Frische" löst er Kalk nur "mangelhaft".

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Besser machen es da die Testsieger. Unter anderem wurden das "Ajax Bad Spray" (2,78 Euro pro Liter), der "Alma Win Badreiniger Frische Minze, Konzentrat" (6,98 Euro), der "DM Denk Mit BadreinigerFrischeduft" (0,95 Euro), der "Blink Öko Badreiniger" vom Müller Drogeriemarkt (1,53 Euro), der "Fit Badreiniger Frischer Duft" (3,58 Euro) sowie der "Gut & Günstig Badreiniger" von Edeka (0,95 Euro) mit "gut bewertet.

Tipp der Öko-Test-Redaktion: Verwenden Sie Badreiniger bei geöffneten Fenstern und atmen Sie den Sprühnebel möglichst nicht ein. Asthmatiker greifen besser zu Putzmitteln ohne Sprühfunktion.

(Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 23. Juni 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi

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