Ratgeber

Gemischte Noten Private Hochschulen für Gesundheit im Test

Ein Intensivpfleger arbeitet auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Symbolbild

Unbedingt systemrelevant - und hoffentlich gut ausgebildet.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa/Symbolbild)

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Ein akademischer Abschluss ist Sprungbrett, wenn nicht gar Voraussetzung für die berufliche Karriere – auch im Gesundheitsbereich. Spezialisierte private Hochschulen bieten hier ein großes Angebot an Studiengängen. Doch Beratung und Service für Studieninteressierte überzeugen nicht immer.

Pflege- und Gesundheitsberufe stehen wieder im Fokus des öffentlichen Interesses. Die privaten Hochschulen mit dem Schwerpunkt Gesundheit sichern sich in einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Service-Qualität die Gesamtnote "gut" (75,1 Punkte).

Dabei überzeugen die Einrichtungen vor allem mit einem sehr breiten Angebot für Studierende, das umfassend gesundheitsbezogene Studienbereiche abdeckt, beispielsweise auch Management, Therapie & Coaching oder Pädagogik. Auch mit Praxisnähe können die Einrichtungen punkten: Praxisphasen, beziehungsweise Praxisprojekte zählen überall zum Standard.

Service mit Verbesserungspotenzial

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Der Service für Studieninteressierte offenbart noch Verbesserungspotenzial und bewegt sich insgesamt auf einem befriedigenden Niveau. Bei der Beratung am Telefon und per E-Mail erhalten Studieninteressierte zwar freundliche, aber nicht selten nur oberflächliche und lückenhafte Auskünfte. Am Telefon ist zudem die Erreichbarkeit oft eingeschränkt und ein zweiter Anrufversuch nötig. Anfragen per E-Mail werden im Schnitt erst nach über 40 Stunden beantwortet oder - wie in rund 14 Prozent der Fälle - gar nicht.

Für einen Service-Lichtblick sorgen dagegen die nutzerfreundlich gestalteten Internetauftritte. So bieten alle Hochschulen nicht nur eine Übersicht der Studiengänge und Hinweise zu den Studienvoraussetzungen, sondern auch die Möglichkeit einer Online-Bewerbung. Informationen zu den Studiengebühren sowie zur Finanzierung sind ebenfalls auf allen Hochschul-Websites vorhanden.

In puncto Kontakt profilieren sich nicht alle Einrichtungen: So offerieren nur sechs der acht Anbieter ein Rückruf-Angebot, eine Kontaktaufnahme per Chat ist nur bei drei Hochschulen möglich. Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität, vergibt gemischte Noten: "In puncto Angebot geben sich die Hochschulen keine Blöße und überzeugen auf breiter Front. Dagegen fällt der Service für Studieninteressierte erkennbar ab. Hier erzielen lediglich zwei Einrichtungen ein gutes Ergebnis."

Die besten privaten Hochschulen mit Schwerpunkt Gesundheit

Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (Qualitätsurteil: "sehr gut") geht als Testsieger aus der Studie hervor und nimmt sowohl in puncto Service als auch in der Angebotsanalyse die führende Position ein. Am Telefon geben die freundlichen Studienberatenden kompetente und verständliche Auskünfte. Der Internetauftritt verfügt über einen sehr hohen Informationswert und liefert beispielsweise auch Details zur Preisgestaltung und einen Studienfinder. Das Studienangebot ist ausgesprochen vielfältig sowie sehr umfangreich und umfasst viele begleitende Angebote wie Hochschulsport oder die Möglichkeit der Promotion.

Platz zwei belegt die SRH Hochschule für Gesundheit (Qualitätsurteil: "gut"), die sich insbesondere in puncto Angebot profiliert, unter anderem aufgrund der großen Vielfalt an Studiengängen. Zudem verfügt die Hochschule über die meisten Standorte für die Präsenzlehre. Beim Service punktet das Unternehmen durch freundliche und meist vollständige Auskünfte am Telefon und per E-Mail.

DHGS Deutsche Hochschule für Gesundheit & Sport (Qualitätsurteil: "gut") platziert sich auf Rang drei. Die Hochschule überzeugt mit kundenfreundlichen Vertragsbedingungen, zum Beispiel mit einer nur vierwöchigen Kündigungsfrist und der Option eines kostenlosen Zusatzsemesters für die Abschlussarbeit. Am Telefon erhalten Interessierte freundliche, verständliche Auskünfte und per E-Mail schnelle Antworten.

Quelle: ntv.de, awi

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