Ratgeber

Licht und Schatten Private Hochschulen für Maschinenbau im Servicetest

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In puncto Beratung per Telefon und E-Mail lässt der Service oft zu wünschen übrig.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Ingenieurwesen und Maschinenbau bietet attraktive Berufsaussichten. Wer diesen Weg einschlagen möchte, dem stehen auch private Hochschulen offen, die gegenüber staatlichen Einrichtungen mit mehr Individualität und Praxisbezug werben. Doch sowohl im Service als auch bei der Angebotsvielfalt gibt es Unterschiede, wie ein Test zeigt.

Das umfangreiche Studienangebot der Hochschulen erweist sich als eine Branchenstärke, dagegen fällt der Service für Studieninteressenten in allen untersuchten Bereichen - Telefon, E-Mail und Internet - nur befriedigend aus. Das zeigt der Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

Vielfältiges Angebot mit Praxisbezug

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Die Anzahl der angebotenen Studiengänge variiert deutlich, in anderen Bereichen sind die Hochschulen gleichermaßen gut aufgestellt. Alle getesteten Institute schreiben sowohl Praxisbezug als auch Internationalität groß. So ist ein Auslandsaufenthalt generell möglich und es gibt überall Praxisprojekte beziehungsweise Gastvorträge von Experten. Synchrone E-Learning-Vorlesungen und Online-Bibliotheken zählen zudem zum Standard.

Service für Interessenten oft mit Schwächen

Der Service am Telefon und per E-Mail kann nicht vollends überzeugen. Die Beratungen sind zwar freundlich und verständlich, aber oft fehlt der persönliche Bezug und unvollständige Auskünfte sind keine Seltenheit. Zudem kommen viele Telefonate nicht im ersten Anrufversuch zustande und auch die durchschnittliche Dauer bis zur Beantwortung von E-Mail-Anfragen fällt mit über 31 Stunden lang aus, so die Tester.

Etwas besser schneidet der Online-Service ab: Die Hochschul-Websites sind nutzerfreundlich gestaltet, bieten hilfreiche Informationen zu den Maschinenbau-Studiengängen und auch eine Online-Bewerbung ist bei sechs der sieben Institute möglich. Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität, zieht Bilanz: "Eine umfassende und individuelle Beratung leisten die Hochschulen weder am Telefon noch per E-Mail. Dagegen bieten die Internetauftritte vieler Institute mehr als nur grundlegende Informationen und sind eine gute erste Anlaufstelle."

Die Top 3 der privaten Hochschulen im Bereich Maschinenbau

Testsieger ist die SRH Hochschule Heidelberg mit dem Qualitätsurteil "gut". Die Hochschule bietet eine große Vielfalt an ingenieurswissenschaftlichen Studiengängen, diverse Finanzierungsmöglichkeiten sowie ein hochschuleigenes Stipendium. Der Internetauftritt ist in puncto Bedienungsfreundlichkeit und Inhalte aus Nutzersicht führend. Auch die umfangreichen Kontaktinformationen punkten, zu denen auch eine direkte Kommunikationsmöglichkeit per Whatsapp zählt. Am Telefon beraten die Mitarbeiter sehr freundlich und verständlich.

Rang zwei belegt die RFH Rheinische Fachhochschule Köln, ebenfalls mit dem Qualitätsurteil "gut". Die Hochschule überzeugt mit dem besten Angebot und verfügt beispielsweise über mehrere Studienzeitmodelle sowie viele Bachelor- und Master-Studiengänge. Beim Service liegt die Stärke im Internetauftritt, der durch Bedienungsfreundlichkeit sowie zahlreiche themenrelevante Informationen punktet, darunter ein Studienfinder sowie Modulhandbücher zu den Studiengängen.

Den dritten Rang nimmt die BBW Hochschule ein. Das Angebot ist insgesamt gut und umfasst unter anderem vielfältige Studienzeitmodelle sowie verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten. Die Website des Anbieters ist übersichtlich gestaltet und informiert zum Beispiel auch über die Anrechnung von bereits erbrachten Leistungen beziehungsweise Qualifikationen.

Quelle: ntv.de, imi

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