Zum dritten MalSchon wieder Häagen-Dazs-Eis zurückgerufen

Schon besorgniserregend: Erneut steht eine Eissorte von Häagen-Dazs unter Verdacht, Spuren von 2-Chlorethanol zu enthalten. Weil die Verbindung Krebs erzeugen kann, ruft der Hersteller General Mills nun die Favourite Selection zurück. Schon im August schlug der Konzern Alarm.
Der US-Lebensmittelkonzern General Mills ruft erneut ein Speiseeis von Häagen-Dazs zurück. Diesmal trifft es die Häagen Dazs Favourite Selection (4x95 ml), mit den Haltbarkeitsdaten 04. März 2023 bis 29. April 2023, wie das Portal der Bundesländer und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ("lebensmittelwarnung.de") mitteilt.
Demnach könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch diese Eissorte Spuren von 2-Chlorethanol (2CE) enthält. 2-Chlorethanol kann nach Angaben des Herstellers mit dem Vorhandensein des Pflanzenschutzmittels Ethylenoxid in Verbindung gebracht werden, welches Krebs erzeugen könnte. Ethylenoxid ist ein farbloses Gas und wird dazu genutzt, Lebensmittel zu besprühen, um Pilze oder Bakterien abzutöten. Es ist krebserregend und erbgutschädigend. Bereits seit 1981 ist die Verwendung von Ethylenoxid in Deutschland untersagt, seit 1991 in der gesamten EU.
Wer das betroffene Häagen Dazs Favourite Selection gekauft hat, kann das Produkt, genau wie die zuvor betroffenen Sorten, im Supermarkt zurückgeben. Hier wird dann der Kaufpreis erstattet. Das Unternehmen betont, dass es sich bei allen Rückrufen um eine Vorsichtsmaßnahme handelt. Bereits im Sommer gab es bei Sorten von Häagen-Dazs Rückruf-Aktionen: Im August waren dies:
Mitte Juli hatte General Mills die Eissorten Vanilla (95 und 460 ml) sowie Classic Collection (380 ml) zurückgerufen. Es betraf alle Haltbarkeitsdaten bis einschließlich 21.05.2023.
Immer wieder wird Ethylenoxid trotz des Verbots auf Lebensmitteln entdeckt. In den letzten Jahren konnte man das Pestizid oft auf Sesam nachweisen. Dort wird es vor allem dazu verwendet, krankmachende Darmbakterien wie Salmonellen abzutöten.
Foodwatch fordert deshalb via Petition die Verbraucherschutzminister der Länder dazu auf, bei ihren Lebensmittelbehörden konsequent durchzusetzen, dass alle belasteten Produkte öffentlich zurückgerufen werden.