Ratgeber

Vanilleeis im Test So gut schmeckt der Sommer

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(Foto: imago/CTK Photo)

Schön warm heute. Das schreit nach einer Abkühlung. Warum nicht auch mal wieder in Form von einem schnörkellosen Vanilleeis. Das gibt's glücklicherweise in jeder Supermarktkühltruhe. Warentest verrät, welches geschleckt werden kann. Unter den Testsiegern findet sich auch eins vom Discounter.

Jeder Deutsche verzehrt im Schnitt rund 100 Kugeln Eis pro Jahr. Darunter auch oft Vanilleeis. Da sollte auch die Qualität stimmen, schmecken sollte es natürlich auch. Eigentlich braucht es dafür nur Sahne, Milch, Zucker, Ei und Vanille. Ob dies der Realität entspricht und was 19 Vanilleeis aus den Kühltruhen der Supermärkte taugen, hat die Stiftung Warentest untersucht. Darunter auch laktosefreie und vegane Varianten.

Ergebnis: 11 Produkte sind "gut", zwei leider "mangelhaft". Für den Test wurde das Eis verkostet, auf Inhaltsstoffe getestet und umfassend im Labor untersucht. Der Testsieger, das "Häagen-Dazs Vanilla" (15 Euro pro Kilo), kommt ohne Zusatzstoffe aus und bietet einen kräftigen Vanillegeschmack sowie einen hohen Sahneanteil ("gut", 1,7). Geschmacklich konnte das Eis als einziges ein "sehr gut" ergattern.

Nur ein Eis geschmacklich "sehr gut"

Auf Rang zwei der Untersuchung landet das "Mövenpick Bourbon Vanille" ("gut", 1,9, 7 Euro pro Kilo). Deutlich günstiger, aber dennoch "gut" wurde das "Grandessa Premium Eis Vanille" von Aldi Süd bwertet. Das Kilo ist dort für nur 1,91 Euro zu haben ("gut", 2,0). Alle genannten Produkte konnten auch im Schadstoffcheck bestehen.   

Nicht gereicht im Test hat es für "Made with Luve Lupinen Eis Vanille" (12,70 Euro pro Kilo) und "Eismann Vanille-Bourbon" (7,95 Euro pro Kilo). Beide Sorten wurden wegen zu wenig echter Vanille, zu viel Fremdaromen und fehlerhafter Deklaration mit der Note "mangelhaft" abgestraft.

Abgesehen davon steckt in den meisten Produkten ein Luftaufschlag. Viel Luft macht das Eis cremig und günstig. Denn durch sie steigt das Volumen und aus 500 Gramm können so auch mal 1000 Milliliter und mehr werden. Einige Hersteller geben die Nährwerte wie Zucker und Fett pro 100 Milliliter an. Diese Angaben können Verbraucher nicht nachmessen. Und weil 100 Milliliter oft nicht mehr als 50 Gramm sind, wirken die Kalorien-, Fett- und Zuckergehalte viel niedriger, als sie tatsächlich sind. Auch preislich erscheinen Sorten mit viel Luft günstiger. Das laktosefreie Cremissimo ("ausreichend") ist derart am meisten aufgepumpt, Häagen-Dazs am wenigsten. 

Quelle: ntv.de, awi